12 Monate mit Frankenwein

wein.jpgDamit man wirklich zu schätzen weiß, wieviel Arbeit eigentlich in einer Flasche qualitativ hochwertigem Wein steckt, schadet es nie, sich selbst mal ein Bild davon zu machen – beispielsweise im Weinberg. Hier in der Pfalz gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, bei der Lese zu helfen. Wer selbst keine Weinberge um sich hat, einfach nicht genug Zeit oder nicht die notwendige Muse besitzt, der kann sich natürlich auch anhand eines entsprechenden Buches damit befassen. „Die Weinmacher – Ein Jahr mit den fränkischen Winzern“ von Stefan Bausewein und Julia Schuller (ars vivendi) wäre ein geeignetes Werk dafür.

fass.jpgBeginnend mit den Arbeiten im Winter, also dem Rebschnitt über den Frühling mit Drahtarbeiten, Niederziehen, Bodenbearbeitung und Begrünung geht es zum Sommer (Laubarbeiten, Traubenentwicklung, Lesevorbereitung) hin zum Herbst, in dem die eigentliche Weinlese ansteht, bevor im anschließenden Winter die alles entscheidende Kellerarbeit startet. Neben den Erklärungen, welche Arbeiten der Winzer erledigt und entsprechendem Bildmaterial hierzu gibt es auch Wissenswertes rund um die Entwicklung der Reben, die Werkzeuge im Weinberg und den Weinstock an sich. Veranschaulicht wird das alles mit wunderbaren großformatigen Fotografien – Landschaften, Mikro- und Makroaufnahmen der Reben und spannenden Portraits fränkischer Weinbaubetriebe. Die dürfen natürlich auf gar keinen Fall fehlen und runden das Konzept erst ab. Das, was wir zuvor in der Theorie erfahren haben, präsentieren die Winzer dann auch nochmal bei sich im betrieb und laden uns zu einem Rundgang bei Ihnen ein. Wer könnte schließlich am besten von der Entstehung des Weines berichten als jene, die tagtäglich damit betraut sind.

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Über die einzelnen Weingüter erfährt man nebenbei natürlich auch eine ganze Menge und wer sich mit dem Gedanken trägt, dem Frankenland einen Besuch abzustatten, der erhält mit diesem Werk eine gute „Tour-Empfehlung“. Große und bekannte Winzer kommen hier ebenso zu Wort wie Genossenschaften, Nachwuchswinzer und Quereinsteiger – eine schöne bunte Mischung.

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Vorgestellt werden unter anderem die Betriebe „Privat-Weingut Schmitt, Bergtheim“, „Weingut Christine Pröstler, Retzbach“, „Weingut Bickel-Stumpf, Frickenhausen“, „Weingut Juliusspital, Würzburg“, „Patek & Bachner, Escherndorf“, „Weingut Zehnthof Luckert, Suzfeld“, „Weingutv Fürstlich Castell’sches Domäneamt, Castell“ oder auch „Weingut Schmitt’s Kinder, Randersacker“.
Für alle, die Wein schätzen und gerne ein bisschen mehr wissen möchten, alle, die sich speziell für die Franken interessieren und ebenso all jene, die allgemein an Winzern und deren Produkten interessiert sind, ein schönes Geschenk und eine gute Investition.