Versuch’s mal mit vegan

BildIch bin kein Vegetarier und erst recht kein Veganer, aber da man um diesen Trend ja derzeit nicht herumkommt, habe auch ich mir mein erstes veganes Kochbuch zugelegt. Warum? Weil ich neugierig war, mich die Bilder und die Aufmachung angesprochen haben und man ja nie wissen kann, ob man nicht plötzlich doch Lust auf das Experiment „veganes Leben“ hat. „Vegane Superfoods“ heißt das gute Stück und wurde von Surdham Göb verfasst. Soweit – so gut. Ich hab mir das Buch mit meiner Mutter zusammen zu Gemüte geführt, die bereits das zweite Mal einen veganen Monat durchführt („Ich muss sagen, ich erinnere mich, dass ich beim ersten Mal nicht überzeugt war. Ich weiß wieder warum. Es ist aufwändig, nervig und ich würde gerne einfach ein Käsebrot essen.“) Nachdem Sie in ihrer ersten Experimentierphase versucht hat, dem Konzept von Attila (der Hunne) Hildemann zu folgen („Ey, der will nicht mal, dass man Brot isst oder Getreide und keine Kartoffeln – der hat doch nen Schuss…“) war sie ebenso auf die Rezepte von Surdham gespannt wie ich.
Erste Erkenntnis: Die Kraftdrinks, die er am Anfang des Buches gleich zeigt (nach einer persönlichen Einführunge mit Motivationserklärung etc…) haben es wirklich in sich – zumindest kalorientechnisch. Da werden zu den Avocados und Mangos mal noch 100g Cashewnüsse püriert, damit es sich auch richtig lohnt. Attilas Ziel schlank und fit zu werden hat der gute Mann eher nicht auf dem Schirm.
Aber weiter ansprechende farbenfrohe und leckere Bilder machen definitiv Lust darauf, das Ganze nachzukochen. Und dann kommt dieses blöde Wörtchen „wenn“. Ja, wenn da nicht die Sache mit den Zutaten wäre: Rambutan, Schlangenfrüchte, Mangostan, Camu Camu, Maca, Lucuma und Irisch Moos sind nur ein paar der Dinge, die man für die Zubereitung bräuchte. Im Glossar erfahre ich zwar freundlicherweise, was ich da eigentlich besorgen soll, aber woher verrät er nicht. Aber irgendwo muss er das Zeug doch auch herbekommen haben…. tadaaa – der Gute wohnt und kocht auf Bali. Womit sich das auch erklärt.
Mein Fazit: Ein schönes Buch mit leckeren Rezepten, das sich hervorragend eignet, um es sich anzuschauen, Hunger zu bekommen und es dann wieder ins Regal zu stellen, um es für den nächsten Besuch auf Bali einzupacken, wenn man endlich die Möglichkeit hat, das Ganze auch tatsächlich zuzubereiten.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆
Geschenkqualität: ☆☆☆☆
Originalität: ☆☆☆☆

Advertisements