Für die Umwelt, die Singles und ein bisschen für die Faulen

restlosNachdem ich mich in den letzten Artikeln intensiv mit dem Thema DIY auseinandergesetzt habe, muss der Blick mal wieder in eine andere Richtung gelenkt werden. Selbst kochen ist natürlich immer Pflicht, aber diesmal geht es mir nicht darum, andere glücklich zu machen, sondern meinen eigenen Bauch zu füllen. Zuerst werfen wir dabei einen Blick auf Hildegard Möllers “Restlos. Clever kochen mit Resten.” aus dem Kosomos Verlag. Wer kennt das nicht: Als Einpersonenhaushalt kaufst du entweder Kleinpackungen (natürlich zum nahezu identischen Preis der Familienpackung) oder du weißt schon beim Kauf der normalen Größe, dass es die nächsten vier Tage irgendwas mit Kartoffeln, Nudeln oder Reis geben wird….  Klar könnte man nur eine kleine Portion kochen, aber beim Anblick von zwei verlorenen Kartoffeln im Topf schäme ich mich in Anbetracht der Energiekosten dann einfach und packe noch zwei Hände dazu und außerdem, wer will schon jeden Tag Minimengen kochen. Hildegard scheint das Problem auf jeden Fall zu kennen und gibt erstmal Tipps wie die Sachen zu lagern sind, damit sie sich möglichst lange frisch halten.. Für alle, die sich mit der Haltbarkeit diverser Produkte nicht auskennen, gibt es auch dazu eine umfassende Einführung. Bräuchte ich jetzt nicht, schadet aber dem ein oder anderen sicher auch nicht. Aufgeteilt ist das Buch nach dem Grundprodukt, das es zu variieren gilt, sprich: Gemüse/ Brot/ Fleisch, Gefügel & Fisch/ Früchte & Beeren. Natürlich weiß man selbst, dass man aus Kartoffeln auch Bratkartoffeln, Rösti oder Kartoffelsuppe machen kann, aber da die Rezepte meist noch eine kleine Beigabe haben wie Petersilienöl in der Kartoffelsuppe, werden die Gerichte doch wieder richtig überraschend. An manche Vorschläge wie “Kopfsalatsuppe mit Ingwer und Limette” oder “Feldsalat-Weintrauben-Smoothie” muss man sich erst mal gewöhnen – für mich ist Salat Salat Salat Salat und kein pürierbares Gemüse, aber da bin ich wohl noch etwas konservativ eingestellt. Richtig genial hingegen finde ich die “Restlos-Tipps”, in denen Hildegard noch verrät, was man mit den Schalen von Kartoffeln und Karotten noch so machen kann oder wie man kleine Kräutermengen noch nutzen kann. Die Tatsache, dass die gute Frau sogar das grüne Blattwerk von Karotten, Kohlrabi und Radieschen weiterverarbeitet, find eich zwar ein wenig übertrieben, aber immerhin weiß ich jetzt, dass es essbar wäre – falls mal ganz harte Zeiten anbrechen… Insgesamt ein sehr schönes Buch mit originellen Rezepten und einer hohen Alltagstauglichkeit – gefällt mir.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆☆
Originalität: ☆☆☆

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