Neue Kekse braucht die Welt

KekskunstLetzte Weihnachten habe ich mit Bestürzen festgestellt, dass meine Sammlung an Koch- und Backbüchern kaum Plätzchenwerke enthält. Dem musste natürlich vor dem nächsten Weihnachtsfest Abhilfe geschafft werden. Und meiner Meinung nach, sollten wir viel häufiger während des Jahres Plätzchen backen, denn man kann sie hervorragend einige Wochen lagern, sie eignen sich zum Verschenken, man kann sie zwischendurch zum Kaffee knuspern ohne das schlechte Gewissen zu bekommen, das einen häufig nach dem Genuss von Kuchen und Torte überfällt und, und, und…. ich könnte das Plädoye für die Macht der Kekse noch eine ganze Seite weiterziehen. Aber kommen wir endlich zum Buch: „kekskunst. Zum Selbstermachen“ heißt das Werk von Nadja Bruhn (Kosmos Verlag), das uns mit den kleinen Leckereien Lust aufs Backen macht. Die Autorin liefert uns in einem ausführlichen Intro eine Erklärung dazu, wie sie selbst zu den Keksen gekommen ist und beschreibt ihren Weg durch die französische und später deutsche Backwelt. Eigentlich in der Modebranche beschäftigt, gab sie ihrer Liebe zum Backen nach der Geburt ihrer Söhne eine Chance und machte sich als erste deutsche Keksdesignerin selbstständig. Ein richtig spannender Werdegang also, der zeigt, dass man manchmal Risiken eingehen muss, um glücklich zu werden. Nach ein paar wichtigen Basics, die sie uns erläutert, geht es direkt hinein ins süße Vergnügen. Der Grundteig ist im Prinzip immer der gleiche, aber was die gute Frau an Dekorationen und Verzierungen zaubert, haut einen wirklich um. Für jeden Anlass (Vatertag, Geburt, Weihnachten) werden passende Plätzchen garniert. Zum Essen sind die Kunstwerke eigentlich zu schaden, zumal ich persönlich einfach kein Fan von Zuckerguss bin und der ist die Grundlage aller Kekse. Ein großes Lob gibt es dafür, dass die Kekse recht einfach (ein Teig!) zu machen sind und man bei den meisten Formen nur die im Buch mitgelieferten Schablonen benötigt. Lediglich für die Weihnachtsbaumkugeln braucht man eine entsprechende Backform, doch hier lohnt sich der Aufwand in Anbetracht des Ergebnisses eindeutig. Wenn man mit den Keksen dekorieren und ein bisschen angeben möchte, eignet sich das Buch hervorragend. Wenn man geschmavkliche Variationen möchte und Kekse, die man einfach zum Essen hinstellt, eher nicht.

Anfängertauglichkeit: ☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆
Geschenkqualität: ☆☆☆
Originalität: ☆☆☆

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