Was backen wir heute? Richtig, Kekse!

kekse„Schnelle Kekse. Backen für Eilige“ gibt es von Angelika Kirchmaier (pichler Verlag) und damit genau das, was mich anspricht, denn Geduld ist nicht unebdingt meine Stärke und Zeit hab ich ja generell und eigentlich und überhaupt sowieso nie. Zumindest in der Theorie – fürs Backen und Kochen ist dann doch irgendwie immer Zeit ürbig. Warum Frau Kirchmaier dieses Buch verfasst hat, erschließt sich mir, wenn ich lese, dass sie Diaetologin, Gesundheitswissenchaftlerin, ausgebildete Köchin, Touristikkauffrau und Autorin ist – die kann ja gar keine Zeit haben. Vorteil des vielseitigen Lebenslaufs: Die Autorin kennt die Probleme von Allergikern und bietet Lösungen ohne Kuhmilch und Gluten sowie vegane und diabetikergeignete Versionen an. Zudem finden sich am Ende des Buches konkrete Nährwertangaben für die einzelnen Kekse was zwar hin und wieder zu Reue führt, aber insbesondere bei diätischer Ernährung notwendig ist. Das finde ich doch mal sehr löblich und zeitgemäß. Die Kekse werden bei Ihr unterteilt in „Löffelkekse“, „Knuspis“, „Streuselkekse“, „Kekse in Form gebracht“ und „Kunterbuntes“. Bevor es aber losgeht, gibt es noch allerlei Tipps rund um die Zubereitung, die Dekoration und die Aufbewahrung. Sehr anfängertauglich also. Widmen wir uns zuerst der Rubrik „Löffelkekse“. Die Zubereitung erfolgt wie der Name schon sagt: Mit dem Löffel. Kein aufwändiges ausstechen oder formen, sondern schlichtes klecksen ist angesagt. Das gibt es dann in zahllosen abwechlsungsreichen Variationen mit Nüssen, Pflaumen, Kürbis, Orange, Ingwer usw. die nicht an Weihnachten erinnern und somit das ganze Jahr hindurch gebacken und genossen werden können. Schön! Und für alle Einsteiger, Unkreativen und Männer (*hust*) gibt es zu jedem Keks auch noch den (zugegeben) etwas übertrieben ausführlichen Dekotipp so dass wirklich gar nichts schief gehen kann. Die Abteilung „Knuspis“ bietet Rezepte zu knusprigen Keksen, die ihren Knusper durch unterschiedliche Nüsse erhalten. Die „Streuselkekse“ finde ich besonders faszinierend, denn hier brauchen wir nicht einmal einen Teig. Die Leckereien bestehen quasi nur aus Streuseln (Butter, Zucker, Mehl), die mit unterschiedlichen Zutaten wie Marmelade oder Schoko kombiniert werden. Leider ist dieser Abschnitt mit nur sechs Rezepten extrem knapp bemessen. „In Form gebracht“ liefert Rezepte zu gut formbaren Keksen, die oftmals aus Mürbeteig bestehen. „Sauerrahm-Limetten-Mürbis“, „Safran-Dattelinchen“ und „Erdbeerkipferl“ sind nur ein paar der ausgefallenen Kreationen. Warum sich nun noch das Kapitel „Kunterbuntes“ anschließt, verstehe ich nicht ganz, denn es enthält nur drei Rezepte und die sind um einiges komplizierter als alles vorhergehende und passen auch nicht wirklich in die Kategorie „Kekse“. Alles in allem ist das Buch aber mehr als überzeugend, da es zum Großteil gänzliche neue Rezepte enthält und die wenigen bekannten, die man findet, werden dann stets zusätzlich auch in neuen Variationen vorgestellt. Schön, dass Frau Kirchmaier es eilig hatte 🙂

Eine Pannenhilfe, ein Zutaten-Einmaleins und (ganz wichtig!) ein Glossar Österreichisch-Deutsch runden das Werk ab und lassen keinerlei Fragen offen. Also Männer und Backmuffel, jetzt habt ihr keine Ausrede mehr. Schwingt den Rührlöffel und fangt an zu backen.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆☆☆☆
Originalität: ☆☆☆☆

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