Klein, fein und oho – ganz schnell gemacht.

mug„Hätt‘ ich dich heut erwartet, hätt‘ ich Kuchen gemacht, Kuchen gemacht, Kuchen gemacht…“ hieß es damals in einer Werbung für den Kuchen im Glas (ich glaube damals hatte Dr. Oetker den kurz im Programm). Meine Mama und ich waren heiße Anhänger, denn dieser Kuchen machte – anders als so ein schnöder Folienkuchen – richtig was her und konnte ruckizucki spontan und ohne auftauen aufgetischt werden. Leider fanden das zu offensichtlich zu wenige Leute, denn auf einmal war er weg. Findige Start-ups haben den „Kuchen im Glas“ zwar in den letzten Jahren quasi neu entdeckt, für so einen kleinen Happen aber dann mal eben zwischen 8 und 12 € zu zahlen, finde ich doch irgendwie ein bisschen übertrieben. Was also tun, wenn sich spontan Besuch ankündigt oder man selbst Lust auf einen Kuchen hat, aber andererseits keine Lust hat, dafür stundenlang in der Küche zu stehen? Die Lösung heißt MUG CAKES – zu deutsch: Tassenkuchen. Die Idee ist denkbar einfach und praktisch. Man rühre einen Teig an, fülle diesen in Tassen, stelle diese in die Mikrowelle und nach 5 Minuten: tadaaaa KUCHEN. „Mug Cakes: Trendige Tassenkuchen in 5 Minuten“ heißt das kleine aber feine Werk von Lene Knudsen, das im Verlag Thorbecke ganz frisch erschienen ist. Abgemessen werden die Zutaten mit einem Löffel und dann als großer „all-in-one-Teig“ verrührt und „gebacken“. Ein kleines Problem ergibt sich dann, wenn die Mikrowelle nicht über die erforderlichen 800 Watt verfügt, sondern nur über zB 600, denn dann heißt es: experimentieren. Da die Kuchen ja aber so klein und fein sind, nimmt man den ein oder anderen Fehlversuch doch gerne in Kauf – ist ja mit einem Happs verschwunden.
Schneller, einfacher und unkomplizierter ist da tatsächlich nur noch kaufen (aber eben auch viel teurer). Je nach Variation wird dem mehr oder weniger stets gleichen Grundteig mal Banane zugegeben, mal Schokolade, Karotte oder Erdnussbutter. Wer eine halbwegs gut sortierte Back-Grundausstattung daheim hat, wird die meisten Rezepte tatsächlich spontan umsetzen können ohne vorher noch einkaufen gehen zu müssen. Die etwas ausgefalleneren Varianten mit Marshmallows, Marzipan oder Himbeeren bedürfen einer gewissen Vorausplanung. Die Rezepte eignen sich auch für Anfänger, da sie wirklich denkbar unkompliziert umzusetzen sind. Lediglich diejenigen, die nicht über eine Mikrowelle verfügen, können das Buch getrost ignorieren. Alles in allem erfüllt „Mug Cakes“ alles, was ich mir erhofft hatte und ich in für die nächsten Überfälle durch Freunde und Familie bestens gewappnet.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆☆☆☆
Originalität: ☆☆☆☆

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