homemade Fast Food

fastfoodWer kennt das nicht  –  man ist in der Stadt unterwegs und das Frühstück ist schon so lange her, dass sich der Magen mit einem lauten Grumbeln Gehör verschafft.  Die Lösung: Essen to go bzw. auf die Hand. Die Fülle dessen, was man da so alles geboten bekommt, hat sich in den letzten Jahren in multikultureller Hinsicht enorm erweitert. Klar, Schnitzelbrötchen und Currywurst, Fischbrötchen und Frikadelle kennen wir schon seit unserer Kindheit, aber „Langos“, „Falafel“ und „Samosas“  verbuchen wir immer noch unter „neu“. Statt zu klassischem „Deutschen FastFoods“ – sofern es so etwas gibt – greifen wir viel häufiger mittlerweile zu asiatischer, chinesischer, türkischer und natürlich amerikanischer FastFood-Küche.  Wie kulturell vielfältig und abwechslungsreich der Begriff „Fast Food“ ist, zeigt Pia Westermann in Ihrem bei G&U erschienenen Kochbuch „Fast Food At Home„.

Denn was uns unterwegs glücklich macht (und ja, so schlecht der Ruf des schnellen Essens auch sein mag, es macht uns glücklich), können wir uns doch auch zu Hause ab und an mal mit gutem Gewissen gönnen. Das Buch ist wie ein kleiner Spaziergang durch Berlin oder eine andere Großstadt mit unterschiedlichen Kulturen und überrascht mit kreativen Gerichten, die man sicherlich nicht an jeder Ecke bekommt. „Kumpir“, das an an einen vegetarischen Yufka-Döner erinnert, nur dass hier statt des Yufka-Faldens eine Kartoffel mit Couscous, Rotkohl, Joghurt und Minze gefüllt wird, gehört ebenso dazu wie „Piroschki“, ein mit Hack und Sauerkraut gefülltes Hefegebäck aus Russland.  „Hotdog“ und „Zimtschnecke“,  die Fast Food-Klassiker des Fast-Furnishing-Living-House (IKEA) dürfen in dieser Sammlung natürlich auch nicht fehlen und reihen sich wunderbar neben all die anderen Leckereien.

Die Foodstylistin und Rezeptautorin Pia Westermann ist gelernte Köchin und setzt auf regionale Zutaten – insbesondere beim Fast Food. Der eigene Acker mit selbst angebautem Gemüse ist da natürlich die ideale Voraussetzung für das „Wohlfühlessen“.

Wer generell eine Abneigung gegen Fast Food hat, wird mit diesem Buch sicherlich wenig Freude haben, denn ob man Fast Food nun unterwegs konsumiert oder daheim zubereitet – es ist und bleibt Fast Food. Ob mir die Burgerbude nun die Pommes frittiert oder, ob ich das tue … es ist halt schlichtweg frittiert – so realistisch muss man sein.  Alle, die sich für das zum Teil leider ungesunde Essen begeistern können, erhalten mit „Fast Food At Home“ eine wunderbare Anleitung für homemade food. Und auch wenn es – wie oben erwähnt – nicht zwangsläufig gesünder wird, nur weil man es selbst herstellt, so schmeckt es eben doch irgendwie besser, wenn man es selbst kocht und vor allem auch weiß, was wirklich drinsteckt. Statt liefern lassen oder schnell kaufen lieber einfach mal daheim machen heißt es nun. Die ästhetischen und leckeren Fotos des Buchs sind auf alle Fälle ein Anreiz. Da besteht dann auch die reelle Chance, dass das Produktfoto tatsächlich Ähnlichkeit mit dem Endprodukt hat, was bei manchen Ketten generell nicht der Fall ist 😉

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆ (man sollte es eben einfach nicht jeden Tag kochen)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆
Originalität: ☆☆☆

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