Fabelhaft? Nee, fabelhafter!

FranzösischFabelhaft Französisch. Köstlichkeiten für jeden Anlass.“ heißt es diesmal bei mir, denn Cathleen Clarity gibt uns Einblicke in eine wirklich wunderbare französische Küche. Der Einband wirkt mit viel weiß sehr edel, farblich dezente Grün- und Rosétöne setzen Akzente und ich denke direkt „trés chic!“. Autorin und Köchin Cathleen, die eigentlich aus Minnesota stammt, beschreibt ihren Weg in die (Sterne-)Küche, der über ein Medienstudium und einen Job in der PR- und Kommunikationsbranche zu einer einjährigen Kochausbildung in einem hochdotierten französischen Restaurant und dann zu einem Job in einem Zwei-Sterne-Lokal in Paris führte. Schon hier bin ich beeindruckt, denn einen kompletten Neuanfang in einer ganz neuen Branche zu wagen, zeugt von einer ungeheuren Menge Herzblut und Mut. Davon hat Cathleen mehr als genug, denn bei dem Job in der Sterneküche sollte es nicht bleiben – ein eigenes Catering-Unternehmen und eine eigene Kochschule folgten. Und das mit der Kochschule merkt man auch an diesem Buch, denn es wird sehr genau beschrieben, was zu tun ist. Da die Rezepte zwar nicht hochkompliziert sind, aber ein gewisses Wissen voraussetzen, ist dies mehr als hilfreich. Aber kommen wir zum Buch… Weiterlesen

Mit gutem Gewissen knabbern

knabber.pngIch liebe Knabberkram. Mit Schoko kannst du mich jetzt nicht so hinterm Ofen hervorlocken, aber Chips, Erdnüsse und Co sind – ich glaube das hatte ich an anderer Stelle schonmal zugegeben- meine Schwäche. Wäre ja nicht so das Problem, wenn man nach einer handvoll problemlos alles wieder wegstellen würde… stattdessen wird auch bei mir die Tüte immer brav leergegessen. Und dann kommt das schlechte Gewissen. Was habe ich mich gefreut, als „Gemüsechips“ auf den Markt kamen. Ich rate keinem, hier blindlings zuzuschlagen, denn mitunter haben diese „gesunden“ Knabbereien nicht weniger Kalorien. Es sei denn, sie werden nicht frittiert, sondern im Ofen gebacken. Und hier kommt „Knusperdünner Knabberspaß. Chips aus Gemüse, Früchten & Teig“ ins Spiel (von Solveig Darrigo-Dartinet im Basserman Verlag erschienen), denn dieses Werk verspricht genau das, was ich suche: Chips ohne Reue. Weiterlesen

Kochgeschichten für Anspruchsvolle

kochechtKoch.echt. Von Mahlzeiten und Manufakturen. 70 Rezepte“ verpricht der Wälzer von Fabio Haebel, erschienen im Hölker Verlag. Der Einband spricht an, sieht sehr wertig aus, der Inhalt ist klar und knapp gegliedert: „Bier“, „Gemüse“, „Fleisch“, „Fisch“, „Wein“, „Austern“, „Brot“, „Honig“, „Gin“, „Äpfel“, „Schokolade“ und „Kaffee“. Wirkt auf den ersten Blick ein wenig überraschend und ich bin nicht ganz sicher, was mich bei dieser Listung erwartet. Als erstes stellt sich noch Fabio vor, als „Wirt eines kleinen Restaurants in Hamburg“ und erklärt uns, wie es zu diesem Buch kam. Getrieben von der eigenen Neugier darauf, woher die Produkte, die er verarbeitet, eigentlich genau kommen, hat sich der Koch auf den Weg gemacht die kleinen Manufakturen zu besuchen und mit deren Produkten einfache, aber raffinierte Gerichte herzustellen. Herausgekommen ist dabei das, was ich in den Händen halte. Klingt gut. Weiterlesen

Mein kleiner Schwedentrip

schwedenSchwedischer Inselsommer. Unsere Lieblingsrezepte“ heißt das Gemeinschaftswerk von Hannah Widell und Amanda Schulman aus dem Verlag Bassermann Inspiration. Ich erinnere mich beim Thema Scheden an eine meiner Jugendfreizeiten. Da gab es die Saune mit angrenzendem Teich, auf dem wir auch Kanufahren lernten, die Plumpsklos hinterm Haus, die zum Schlafraum umgebaute Scheune, den etwas irren Hausbesitzer, der uns morgens schon mal mit der Motorsäge im Schlafraum geweckt hat. Die einwöchige Kanutour, bei der wir unser gesamtes Essen und alles Equiptment in Fässern mitschiffen mussten, wildcampen auf einer Wiese, die – wie wir morgens erkannten- eine Kuhweide war (ein Kuhkopf im Zelt weckte uns), den gellenden Freudeschrei als wir endlich einmal nach Tagen einen Supermarkt fanden und die anstrengenden letzten Tage, an denen wir so gnadenlos durchnässt waren, weil es nächtens geregnet hatte und wir leider die falsche und zu kleine Plane überm Zelt hatten und daher schwammen. Ich erinnere mich aber auch an das Essen dort… Weiterlesen