Mit gutem Gewissen knabbern

knabber.pngIch liebe Knabberkram. Mit Schoko kannst du mich jetzt nicht so hinterm Ofen hervorlocken, aber Chips, Erdnüsse und Co sind – ich glaube das hatte ich an anderer Stelle schonmal zugegeben- meine Schwäche. Wäre ja nicht so das Problem, wenn man nach einer handvoll problemlos alles wieder wegstellen würde… stattdessen wird auch bei mir die Tüte immer brav leergegessen. Und dann kommt das schlechte Gewissen. Was habe ich mich gefreut, als „Gemüsechips“ auf den Markt kamen. Ich rate keinem, hier blindlings zuzuschlagen, denn mitunter haben diese „gesunden“ Knabbereien nicht weniger Kalorien. Es sei denn, sie werden nicht frittiert, sondern im Ofen gebacken. Und hier kommt „Knusperdünner Knabberspaß. Chips aus Gemüse, Früchten & Teig“ ins Spiel (von Solveig Darrigo-Dartinet im Basserman Verlag erschienen), denn dieses Werk verspricht genau das, was ich suche: Chips ohne Reue. Ich habe zwar eine Variante an Gemüsechips gefunden, die tatsächlich moderat an Kalorien sind und gar nicht fettig (Achtung Werbung ^^: XoX Veggie Snack) aber als mein örtlicher „Dealer“ namens Globus mal Lieferschwierigkeiten hatte und das Zeug auch im Netz gerade nicht erhältlich war, drehte ich ein wenig am Rad und beschloss, dass es diese monopole Abhängigkeit nicht geben darf. Ich muss autark werden! Aber wie macht man seine eigenen Chips ohne Fritteuse? Die bisherigen Versuche im Backofen waren immer eher ein bisschen… nunja, ich würde sagen, dass ich mich im wahrsten Sinne des Wortes sehr dunkel daran erinnere bzw an etwas sehr Dunkles erinnere.
In der klassichen Gemüsechips-Mischung sind rote Bete, Karotten, Süßkartoffeln und Pastinaken.
knabber2Das Buch gibt Anweisungen für diese Sorten sowie für Kürbischips, mehrere Variationen an Kartoffelchips und Auberginenchips. Bei den Obstsorten werden hier Äpfel, Erdbeeren und Ananas in einen krossen Knabberspaß verwandelt. Zudem gibt es Rezepte für Chips, die aus Teig hergestellt werden. Hier haben wir Mandelchips, Kreuzkümmelchips, Algenchips, Maischips, Kürbiskernchips und diverse andere. Mein erster Versuch der Gemüsechips endet semi-erfolgreich, da ich den richtigen Punkt für „noch zu weich“ und „leider verbrannt“ irgendwie nicht richtig treffe. Bei den Karotten gelingt es mir noch am besten, aber auch nicht ideal. Allerdings gebe ich zu, dass ich mich nicht exakt an die Temperaturangaben gehalten habe und mich deswegen nicht beschweren darf.
Das Buch finde ich auf jeden Fall klasse, insbesonder, weil die Chips meist mit einem Dip oder eingebettet in ein ganzes Rezept dargestellt werden. So gibt es zu den Karottenchips einen „Kreuzkümmel-Dip“, die Pastinakenchips komplettieren ein „Karotten-Pastinaken-Süppchen“, zu den Sesam-Chips wird eine Auberginencreme angeboten und zu den Rote-Bete-Chips ein Radieschendip. Für Vegetarier ist dieses Buch bis auf die Schinkenchips, die zum „kalten Zucchini-Ricotta-Süppchen“ gereicht werden ebenfalls optimal. Und wer lieber süß knabbern möchte, der findet unter anderem mit dem „Zwetschgen-Rhabarber-Kompott mit Lebkuchenchips“ oder auch der „Schoko-Haselnuss-Mousse mit Haselnusschips“ leckere Süßvarianten. Einziger Nachteil zur Chipstüte: Mal schnell schnell ist nicht. Durchschnittlich braucht man für die Chips rund 40 Minuten – aber das ist eindeutig gut investierte Zeit.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆☆☆
Originalität: ☆☆☆☆

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