Wenn die Eismaschine einmal läuft …

frozen… dann sollte man das Abenteuer in jeder erdenklichen Variante mitnehmen. In diesem Fall „Frozen Joghurt. Das cremige Dessert aus dem Becher“ aus dem Parragon-Verlag. Da meine Lieblings-Eissorte von jeher „Joghurt“ ist, liegt es nahe, dass ich auch diese kühle Schleckerei sehr schätze. Tatsächlich finde ich gerade bei richtig hohen Temperaturen, dass diese Alternative zum „richtigen“ Eis oftmals erfrischender ist, da sie mir persönlich weniger mächtig und fettig vorkommt und man danach nicht so den „uff-voll“-Effekt erleidet. Und offensichtlich sehen das viele andere ebenso, denn bei uns sprießen die Eisdielen, die „Frozen Joghurt“ anbieten seit ein paar Jahren in allen Winkeln. Aber wir wollen ja nicht kaufen, sondern selbst machen, also widmen wir uns dem Buch. Ansprechende Titelgestaltung, klare Strukturierung: erst Eis, dann Toppings. Was mich allerdings etwas irritiert ist die „Anmerkung für den Leser“ gleich zu Beginn, in der betont wird wie wichtig die Verwendung frischer und einwandtfreier Zutaten ist und darauf hingewiesen wird, dass „Kinder, ältere Menschen, Schwangere, Kranke oder in Rekonvaleszenz befindliche Personen“ auf die Rezepte mit Eiern, Erdnüssen etc verzichten sollen und Allergiker bitte nochmal genau kontrollieren sollen, ob sie alles vertragen, was da im Rezept verwendet wird. Klingt für mich ein bisschen stark so, als habe es da schonmal eine auf den Deckel gegeben, weil ich solche Hinweise nicht kenne und die ja dann in jedem Koch- und Backbuch stehen müssten. Aber egal. Die werden schon ihre Gründe dafür haben!
Nach einer sehr knappen Zusammenfassung der allgemeinen Fragen wie „Eismaschine – vs – Handarbeit“, „Nützliche Utensilien“ und einer allgemeinen „Eiskunde“ geht es mit dem „Basic Frozen Joghurt“ los. Joghurt, Zucker, Vanillezucker und Eiweiß – so knapp die Inhaltsstoffe sind, so gering die Wahrschenlichkeit, dass irgendwelche Allergiker Probleme haben können. Wesentlich umfangreicher und kreativer sind hingegen der „Mango-Frozen-Joghurt mt Ingwerkaramell“, der „Ananas-Frozen-Joghurt mit Chiliflocken“ oder der „Kiwi-Stachelbeer-Frozen-Joghurt mit Baiser“. Und genauso originell sind die Kombinationen „Waldbeer mit Vanillesirup“, „Grapefruit mit Basilikum“, „Sauerrahm mit gebackenen Kirschen“, „Birne-Sekt mit Walnusskaramell“ oder auch „Safran mit Sternanissirup“. Wer mit diesen Vorschlägen zu Anfang überfordert ist, der kann natürlich die ganzen Toppings weglassen oder durch „gängigere“ Variationen ersetzen. Ich finde die Anregungen gut und kann mir sehr gut vorstellen hier ein bisschen mix-an-match-mäßig die einzelnen Sorten und Toppings untereinander zu mischen. Auch die weiteren Ideen überzeugen und lesen sich köstlich. Wem hingegen der Frozen Joghurt alleine zu wenig ist, für den gibt es noch den Anhang mit weiterem Süßkram, den man pefekt damit kombinieren kann wie „Cake Pops“, „Schokobrownies“, „Short Bread Fingers“, „Schokosauce & Chili-Kirschsauce“ sowie „Karamellsauce und Eierlikör“. Für mich persönlich ist das dann wiederum too much, da ich ja gerade die Leichtigkeit des Frozen Joghurts schätze und diese ziemlich flöten geht, wenn ich mir dazu dann noch einen Brownie gönne. Trotzdem eine schöne Anregung und für einen runden Nachtisch, den man nach einem Menü serviert sicherlich ein guter Tipp wie man aus schlichtem „Eis“ ein komplettes Dessert kreiert.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆☆☆
Originalität: ☆☆☆☆

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