Backen für Faule mit Wow-Effekt

zauberkuchenIch liebe ja backen und gerne auch mal ein bisschen umfangreicher. Umso unentspannter bin ich dann, wenn ich mal nicht die Zeit habe, stundenlang in diversen Arbeitssschritten groß den Backlöffel zu schwingen. Da mir ein Marmorkuchen oder Sandkuchen dann immer zu unspektakulär ist (och nö, das kann ja jeder), bin ich immer auf der Suche nach Kuchen und Torten, die wahnsinnig aufwändig aussehen, dabei aber im Handumdrehen und mit wenigen Arbeitsschritten zuzubereiten sind. Geht nicht, sagst du jetzt? Ging bislang nicht mit Torten, sage ich (mein absoluter Tipp sind ide Blitzkuchen von Dr. Oetker, die ich heiß und innig liebe, weil sie genau diese Kombi aus schnell, einfach und zumindes ein bisschen beeindruckend sind). Mit „Zauberkuchen. 1 Teig = 3 Schichten“, erschienen bei Throbecke und verfasst von Christelle Huet-Gomez, soll sich das nämlich ein für allemal erledigt haben (hoffe ich).Das Prinzip ist dabei denkbar einfach: Man mischt alles in einem Vorgang und beim Backen selbst trent sich der Teig, der recht flüssig ist, in drei Schichten auf, von denen eine Bisquit, eine Creme ud eine ein fester Pudding wird. Die Lagen unterscheiden sich dabei sowohl in der Textur als auch im Geschmack. Raffiniert, raffiniert sage ich da nur. Wie das Ganze funktioniert, kann ich nicht im Detail erklären, da das einer chemischen Erklärung bedarf, hängt aber mit der niedrigen Temperatur von 150 Grad zusammen, bei der das Ganze gebacken wird und den unterschiedlichen Stockungsgraden der Zutaten. Das Einzige, was vielleicht ein bisschen merkwürdig bzw gewöhnungbedürftig anmutet ist die Tatsache, dass bei diesen schnellen Torten der Bisquit die oberste Schicht ist. Aber wer sich darüber beschwert, der hat unseren Kuchen erst gar nicht verdient. Kommt ja schließlich auf den Geschmack an.
Damit der Kuchen auch wirklich gelingt, kommt es vor allem darauf an, sich sehr exakt an alle Vorgaben zu halten. Das heißt, die Form muss die richtige Größe haben, der Eischnee die richtige Konsistenz und Backzeit die genaue Temperatur und Dauer. Wer also halbherzig oder huschig an die ZUbereitung geht, wird sicher nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, welches Präzision voruassetzt. Dafür verwandelt sich der Zauberteig am Ende unter anderem in einen Vanillekuchen mit Pudding, einen „Weie Schokolade-Kuchen“ mit einem flüssigen Kern aus weißer Schoko, einen „Salzbutter-Karamell-Kuchen“, eine „Zitronen-MohnTorte“, „Heidelbeer-Rosen-Cupcakes“, „Ananas-Kokos-Magie“, „Zauberküchlein mit Birn eund Karamellkeks“, „Aprikosen-Orangenblüten-Kranz“ oder auch „Pistazien-Sauerkirsch-Torte“ und „Marshmallow-Kuchen“. Wer auf Herzhaftes steht, für den gibt es „Zauberkuchen mit Oliven, Speck ud Feta“, „Feigen-Ziegenkäse-Wunder“ oder „Senf-Quiche“ – alles selbstverständlich ebenfalls im Schichtsystem. Ich persönlich finde die Idee so innovativ und cool wie die Tassenkuchen und werde schnellstmöglich austesten, wie meine Umwelt darauf reagiert und ob ich damit den Eindruck erwecken kann, stundenlang gerührt zu haben 🙂 Bis dato schonmal ein großes Lob für das Konzept. Ich bin beeindruckt.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆☆☆☆☆
Originalität: ☆☆☆☆☆

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