Sehnsucht nach Südindien

spiceSpirit & Spices. Südindische Kochkulturen“ von Michael Langoth aus der styria edition hat mich in mehrfacher HInsicht überrascht. Zuerst fällt auf: das Buch kommt wirklich großfromatig daher, was bei den tollen Bildern aber nur von Vorteil ist, damit man sich an diesen in ihrer ganzen Opulenz erfreuen kann. Dann stellt  man bereits auf den ersten Seiten fest, dass es sich nicht (wie ich ursprünglich dachte) um ein Kochbuch handelt, sondern vielmehr um ein Kulturbuch. Wir erfahren sehr textreich, aber auch mit unglaublich tollen Bildern alles rund um die Kultur, die Ernährung, die Landwirtschaft, die Religion und mehr. Wie das mit den Gewürzen ist, den heiligen Kühen, dem Vegetarismus und der indischen Brotkultur. Die Gewürze wie Pfeffer, Kardamom, Koriander, Curryblatt, Tamarinde, Asant, Schwarzkümmel, Amchur oder auch Ajowan werden ausführlich dargestellt, oftmals sieht man die einzelnen Zwischenschritte von der frischen Frucht bis hin zum fertigen Gewürz, es werden die Einsatzgebiete und die medizinischen Aspekte erläutert. Weiterlesen

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400 geballte Seiten Österreich – schwere Kost fast ohne Bilder

oesterreichWer schon immer auf der Suche nach einem mehr als umfassenden Werk zu Österreichs Küche war, der wird  mit „Die Österreichische Küche“ von Adi Bittermann, Ingrid Pernkopf und Renate Wagner-Wittula aus dem Pichler Verlag ausgesorgt haben. Was hier nicht drin ist, gehört nicht nach Österreich. Soll heißen: Da findest du wirklich so nahezu alles, was man irgendwie mit der Küche der Ösis so verbindet. Allerdings sind die 400 Seiten keine leichte Kost (weder im eigentlichen, noch im übertragenen Sinne). Das Buch ist ein richtiger Wälzer, den man nicht mal eben in so einen kleinen, zarten Kochbuchhalter stecken kann… aber ist ja auch keine schwerelose Küche, was uns da erwartet. Laut Angaben des Verlags widmen sich „Knödel- und Mehlspeisspezialistin Ingrid Pernkopf, Grillmeister und Spitzenkoch Adi Bittermann sowie Autorin Renate Wagner-Wittula (…) in ihrem ersten gemeinsamen Projekt dem, worum uns die ganze Welt beneidet – der österreichischen Küche vom Feinsten, mit allen regionalen Facetten.“ Weiterlesen

Crazy Kreuzungen für Genuss-Hipster

cronut2Bagel, Donut und Muffin waren gestern und sind heute ja schon wieder so „altbacken“, dass sogar die meisten Großeltern etwas mit den Begriffen anfangen können. Heißt dann zwar ab und an mal „doffnudd“, „bägggel“ und „mafffn“, was aber vielleicht auch mit dem dialektalen Umfeld zu tun haben könnte. Fakt ist: Die Welt braucht wieder was Neues, dem die hippen der Hippsten hinterherrennen können und das beim „Dorfvolk“ erstmal nur für große Fragezeichen sorgt. Et voila, hier kommen Cronut, Crogel und Bruffin. Was klingt wie ein schlechter Scherz und klassischer Verhörer, ist der neuste Schrei in der Backwelt. Zwitter-Snacks, also solche, bei denen man einfach mal zwei Klassiker gekreut hat, um das ultimative Geschmackserlebnis zu kredenzen. Beim Cronut sind das Croissant und Donut, also Blätterteig in Donutform. Beim Crogel sind Croissant und Bagel zusammengekommen, was durch das vorgaren des Gebäcks in Wasser zu einem außen knusprigen und innen weichen Kringel führt. Und beim Bruffin ergeben Muffin und Brioche (also das interkulturelle Couple USA-France) einen in der Muffinform gebackenen fettigen Hefeteig, in welchen Zutaten eingerollte werden. Und wer keine Zeit hat, mal eben nach Amerika zu springen und sich ein paar Stündchen bei den angesagtesten Läden für diese Neukreationen anzustellen, der bereitet sie kurzum anhand von „Cronuts, Donuts & Co. Über 50 trendige Backideen“ von Karin Iden aus dem südwest-Verlag selbt daheim zu. Weiterlesen

Aurélie, Klappe die dritte: Jetzt wird gekocht!

aurelieNachdem Aurélie Bastain bereits mit „Macarons für Anfänger“ und „Tartes & Tartelettes“ bei mir vertreten ist, war ihr drittes Werk für mich natürlich ein Muss. Diesmal heißt es dann „Französisch kochen mit Aurélie. Meine Lieblingsrezpte.“ Die in Deutschland lebende Französin hat alle Rezepte so angepasst, dass man sie mit den bei uns erhältlichen Produkten umsetzen kann und nicht extra nach Frankreich fahren muss, um spezielle Zutaten zu besorgen, denn genau vor dieser Problematik stand sie in den Anfangsjahren hier selbst oft. Wie bei einem guten Dinner beginnen wir mit den „Les entrées – Vorspeisen“… Weiterlesen

Darf es noch ein Gläschen sein?

glas1Wer jetzt denkt, dass ich zum Trinken animiere: Pustekuchen. Es geht um „Partyminis aus dem Glas. Süß und pikant“ von Ulrike Beilharz, erschienen bei Bassermann Inspiration. Im Vorwort gibt die Autroin Tipps zur Wahl des Gläschens, dann geht es auch schon los mit „Süß mit feinen Früchten“. Ihre Erklärung, dass kleine Gläschen unheimlich praktisch sind, weil man dann das ganze Buffet durchprobieren kann, ohne zu platzen, ist definitiv ein gutes Argument. Und wenn ich dann die Rezepte für „Karamellisierte Calvados-Äpfel mit Zimthaube“, „Hagebutten-Pavlova“, „Karamellbananen“ und „Mangomousse mit karamellisierten Kokosraspeln“ sehe, dann gebe ich zu, dass mir die Entscheidung nicht leicht fallen würde – sofern ich überhaupt eine treffen könnte. Weiterlesen