Aurélie, Klappe die dritte: Jetzt wird gekocht!

aurelieNachdem Aurélie Bastain bereits mit „Macarons für Anfänger“ und „Tartes & Tartelettes“ bei mir vertreten ist, war ihr drittes Werk für mich natürlich ein Muss. Diesmal heißt es dann „Französisch kochen mit Aurélie. Meine Lieblingsrezpte.“ Die in Deutschland lebende Französin hat alle Rezepte so angepasst, dass man sie mit den bei uns erhältlichen Produkten umsetzen kann und nicht extra nach Frankreich fahren muss, um spezielle Zutaten zu besorgen, denn genau vor dieser Problematik stand sie in den Anfangsjahren hier selbst oft. Wie bei einem guten Dinner beginnen wir mit den „Les entrées – Vorspeisen“… welche unter anderem aus Olivenpaste und Auberginenkaviar, „Fougasse“ (provenzalisches Freundschaftsbrot), „Rillettes de canard“ (Entenfleisch in Schmalz), „Gougères aux épinards“ (Spinatwindbeutel) oder auch „Accras de morue“ (frittierte Kabeljau-Krapfen) bestehen.
aurelie2Daneben zeigt sie uns, wie wir selbst Baguette herstellen und gibt zu allen Rezepten zusätzliche Tipps und Alternativen. Nach den Vorspeisen folgen die „Les petits plats – kleine Speisen“ wie „Tarte flambée“ (Flammkuchen), „Tarte fleur carottes-courgettes“ (Möhren- und Zucchini-Tarte), „Tarte salée au munster et cumin“ (Käse-Kümmel-Tarte) und „Soupe de chataignes“ (Kastaniensuppe). Sieht alles sehr lecker aus und lässt sich gut vorbereiten, wenn man Besuch erwartet und nicht den ganzen Abend in der Küche stehen möchte. Weiter geht es mit „Les volailles – Geflügelgerichte“, die mich optisch leider so gar nicht anmachen. Ob „Poule au pot“ (Eintopf mit gefülltem Hähnchen), „Coq au vin“ (Rotweinhähnchen), „Magret de canard á lòrange“ (Entenbrustfilet mit Orange) – muss ich nicht haben. Auch die „Les viandes rouges – Fleischgerichte“ mit „Lapin aux pruneaux“ (Hase in Pflaumensauce), „Blanquette de veau“ (Kalbsragout auf französische Art), „Boeuf bourguignon“ (Rindfleisch burgundische Art), „Cassoulet“ (Bohneneintopf) und „Carbonade flamande“ (Flämisches Biergulasch) sind jetzt optisch keine Burner, weswegen ich hier eher die Beilagenrezepte für „Couscous mit eingelegter Zitrone“, „Kartoffelgratin“ und „Kartoffel-Brandteig-Ringe“ interessant finde. Deutlich mehr Lust bekomme ich bei „Les poissons – Fischgerichte“, wo ich auf „Bouillabaisse et rouille“ (Fischsuppe mit Safran-Creme), „Terrine de poissons“ (Fischterrine mit Weißwein-Butter-Sauce), „Torte au saumon et au champagne“ (Lachs-Champagner-Torte) stoße. Letztere sieht zugegeben auch nicht wirklich so aus, dass man es fotografieren muss/soll, aber probieren würde ich sie liebend gerne.
aurelie 3Endlich gibt es mit „Les légumes – Gemüsegerichte“ auch mal was für die Vegetarier und die kommen bei „Ratatouille“, „Gratin de chou-fleur à la Dubarry“ (Blumenkohlauflauf) und „Artichaut barigoule“ (Provenzalische Artischocken) auch auf ihre Kosten, wobei mir dieses Kapitel deutlich zu kurz ist. Da hätte ich gerne weniger Geflügel und Fleisch gehabt. Und, um das Menü abzurunden bewegen wir uns dann natürlich noch zu „Les desserts – Nachtisch“, wo uns „Fondant au chocolat“ (Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern), „Crème brûlée & Sabayon“ (Crème brûlée & Zabaglione), gefüllte Windbeutel, Brine Helene, Rotweinbirnen und „Mousse au chocolat“ beglücken. Auch dieses Kapitel finde ich ein wenig kurz geraten, die Rezepte aber eindeutig gut. Zum Abschluss finden wir dann noch „Tipps, Tricks & Infos“, ein Lexikon der Fachbegriffe sowie ein paar Tabellen zu verschiedenen Fragen wie Bratzeiten etc. Für mich eine gute Ergänzung, die SInn macht. Summa summarum ein schönes Werk mit vielen schönen Bildern, ein paar weniger schönen optischen Eindrücken (Geflügelgerichte). Trotzdem haben mir die beiden ersten Werke der Autorin besser gefallen. Süßigkeiten lassen sich einfach besser fotografieren *g*.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆☆☆
Originalität: ☆☆☆

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