Opium fürs Volk? Nein, Salat!

salat1.jpgWir sind ja immer noch recht dicht am Jahresanfang und da sind ja bekanntlich auch die guten Vorsätze noch halbwegs präsent. „Gesunde Ernährung“ ist da so ein sehr beliebter Punkt (insbesondere, weil man es ja Weihnachte und Silvester meist ziemlich hat krachen lassen…) wenn es darum geht, Besserung zu geloben. „Die Salat-Bar. 80 Rezepte für knackig frische Salate“ von Sara Lewis aus dem Parragon Verlag bietet hierfür eine hervorragende Ausgangsbasis. Wenn nicht Salt der Inbegriff von „gesunder Ernährung“ ist, was denn dann bitteschön?
Unterteilt werden die Rezepte in die Kategorien „Salatbuffet“, „Erfrischend“, „Energiereich“, „Gesund“, „Schlank“ und „Detox“. Klingt gut und die ersten Bilder sind sehr vielversprechend. Kapitel eins enthält hier keine Rezepte, sondern hinter „Salatbuffet“ verbirgt sich das Intro, das unter anderem ein „ABC der Blattsalate“, allgemeine Ernährungsinfos sowie eine Übersicht zum Thema „Vinaigrette und Dressings“ enthält.
salat2Im ersten richtigen Kapiel werden uns dann „Klassischer Schinken-Melonen-Salat mit Pecorino“, „Putensalat mit Tamarinde“, „Fruchtiger Floridasalat“ und „Salat mit gegrilltem Wolfsbarsch“ serviert. Zuerst möchte ich bemängeln, dass mir da Bilder fehlen, aber einmal blättern später habe ich eine Übersicht mit all den Salaten, von denen ich zuvor nur die Rezepte erhalten habe. Vorbildlich. Und ich muss wiedr betonen,w ie wichtig Bilder sind. Während mir manche Namen und Rezepte jetzt eher so durch die Lappen gegangen wären, weil ich sie nicht umwerfend finde, sagen mir die Bilder, dass ich hier eindeutig etwas verpassen würde. Auch der „Feurige Calamari-Salat“, der „Salat mit gefüllten Ofenpaprika“ und die „Rote-Bete-Zaziki-Schiffchen“ gefallen. Kreativ finde ich insbesondere „Karottensalat mit Ingwer & Granatapfel“, „Exotischer Salat mit Kokosnuss“ und „Bohnensalat mit Tomaten, Zwiebeln & Ei“. Zu manchen der Zutaten gibt es kleine Erläuterungen, bei manchen Rezepten ein kleines Extrafoto mit den Zutaten. Das kennen wir ja bereits aus anderen Büchern und auch hier finde ich das wieder super, weil man auf einen Blick erkennen kann, was drin ist. „Energiereich“ wird es mit „Ingwer-Nudel-Salat mit süßsaurem Schweinefleisch“, „Rindfleisch-Kartoffel-Salat mit Meerettich-Ricotta-Dressing“, „Warmem Salat mit Kartoffeln & Lachs“ oder „Energiespender aus Linsen, Kartoffeln & Thunfisch“. Groß ist hier der Teil der vegetarischen Rezepte wie „Warmer Linsensalat“, „Vollkornnudelsalat mit Ofentomaten“, „Salat mit Birne, Sellerie, Blauschimmel & Walnüssen“, „Selleriesalat mit grünem Spargel“, „Reissalat mit Roter Bete“ und „Salat aus dreierlei Bohnen“. Wer sich zwishcendruch unsicher ist, in welchem Kapitel er sich gerade befindet, der erhält durch die farbigen Seitenzahlen schnell Hilfe. Ich bemerke an dieser Stelle, dass ich tatsächlich alle bisherigen Vorschläge von der Zusammensetzung lecker und vom Bild her toll finde. Das ändert sich zum Glück auch bei „Gesund“ nicht. Statt trockenem und einfältigem grünem Salat werden „Hirnnahurung aus Couscous und Grillhähnchen“, „Vitamin-B-Bombe aus Feta, Erdbeeren & Bohnen“, „Ratatouille-Salat mit Bohnen“, „Weizen-Goji-Beeren-Salat“ und „Knoblauchbrot auf Tomaten-Spinat-Salat“ kredenzt. Klassische Zutaten werden raffiniert kombiniert, mit ausgefallenen Dressings aufgewertet und mit einem Hauch Exotik gespickt. „Schlank“ werden wir mit „Ressalat mit Cranberrys & Pute“, „Salat mit Steak & leichtem Thousand Island Dressing“, „Jamaikanischem Fruchtsalat mit Pute“, „Räucherlachssalt mit Spargel & Krebsfleischdressing“ und einem „Zucchinisalat mit Spinat & Minze“. Zwischendurch gibt es auch den ein oder anderen Klassiker wie „Kartoffelsalat“ und „Nizzasalat“ allerdings in einer schlanken Variante. Beim derzeit stark angesagten „Detox“ finden wir „Rotkohlsalat mit cremigem Auberginenmus“, „Friséesalat mit Walnussdressing“, „Buchweizennudel-Gemüse-Salat“, „Quinoasalat mit Fenchel & Orange“ neben „Linsensalat mit mediterranem Röstgemüse“.
Alles schöne Rezepte mit guten Zutaten, nicht angehoben, aber auch nicht zu alltäglich. Ausgewogen, abwechslungsreich und vielfältig. Ein richtig schönes Buch für alle, die gerne ein paar Alternativen zum Standardsalat hätten, sich gerne ein bisschen gesünder ernähren wollen oder auch ein bisschen abspecken wollen. Fazit: Empfehlenswert!

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆☆☆☆
Originalität: ☆☆☆☆☆

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