Rotkäppchen, der Wolf und jede Menge Pilze

pilze1Irgendwie denke ich bei Pilzen automatisch an Wald und bei Wald irgendwie an Märchenwald, Märchen und schon sind wir bei Rotkäppchen. Kein Wunder also, dass ich bei „Köstliche Pilzzeit. „ aus dem Thorbecke Verlag vom Stockfood-Rezepte Team auf einmal Lust auf einen gemütlichen Märchenfilmvormittag bekam. Passend dazu dann ein leckeres Pilz-Omelette und die Welt und die Lotte sind tiefenentspannt. Aber kommen wir erstmal zu dem kleinen, aber feinen Buch mit seinen rund 30 Gerichten rund um das kleine braune Gewächs. Aufgeteilt ist das Ganze in die drei Kapitel „Für den kleinen Hunger“, „Für jeden Tag“ und „Für besondere Anlässe“. pilze2Wen der kleine Hunger packt, der greift nicht zu Milchreis, sondern verwöhnt sich mit „Pilzragout auf knusprigem Weißbrot“, zu meinem eingangs erwähnten „Omelette mit gebratenen Pilzen“ oder zu pikanten „Pilz-Muffins mit Schinken“. Wer es ein wenig aufwändiger mag, der greift zu „Gebratenen Pilzen  mit Knoblauch und Wildreissalat“, „Gefüllte Riesenchampignons mit Oliven, Tomaten und Feta“ oder zu „Überbackenen Pilzen mit Brie und Pesto“. Liebe Vegetarier, hier könnt ihr euch austoben – da, wo Schinken drin ist, kann man den nämlich problemlos auch einfach weglassen et voilá: vegetarisch.
In der nächsten Rubrik erwarten uns unter anderem „Gebratene Pilze in Sahnesauce“, klassische „Semmelknödel mit Pilzragout“, „Pilzknödel mit Lauchgemüse“, „Überbackene Brotsuppe mit Steinpilzen“, „Gebratene Pilze  mit Rote-Bete-Blättern auf cremiger Polenta“, „Pilz-Pie mit Feta“ oder auch „Quiche mit Champignons und Thymian“. Alles optisch ansprechend, mit bodenständigen und guten Zutaten, kein großes Gedöns, kein übermäßiger Aufwand, aber alles gut umsetzbar und lecker.

Mir gefallen die Rezepte durch die Bank super gut und es gibt tatsächlich nichts, was ich nicht essen würde. Und das will bei  mir schon was heißen. In der letzten Rubrik müsste es dann wohl ein bisschen ausgefallener und aufwändiger zugehen, dem Namen nach- mal schauen. „Crostini mit Knoblauchcreme und Pfifferlingen Aglio Olio“, „Steinpilze  mit Rosmarin, Parmesan und Chiliflocken“, „Morchelsuppe  mit Blätterteiggebäck“, „Steinpilzravioli in Salbeibutter“ und „Perlgraupen-Risotto mit Morcheln und Frühlingszwiebeln“. Die drei letzten Rezepte sind die einzigen, die neben den Pilzen noch eine große weitere Zutat benötigen und als Hauptzutat Fisch bzw. Fleisch wählen. „Seehecht  mit Pilzen, Haselnüssen und knusprigem Salbei“, „Rehragout mit Pilzen und Cranberrys“ sowie „Ofengeschnetzeltes mit Champignons und Spätzle“ überzeugen natürlich ebenso, wobei ich sagen muss, dass ich das gar nicht gebraucht hätte. In diesem Fall fand ich bei allen anderen Rezepte die Pilze so ausreichend und vielfältig, dass es ruhig vegetarisch bleiben darf. Anmerkung für alle Knoblauch-Zwiebel-Feinde: für euch ist das hier leider nicht geeignet. Für alle Knobi-Fans wie mich hingegen ein echter Gaumenschmaus :)Ich bin begeistert und werde wohl in Zukunft das ein oder andere Mal dezent nach Knoblauch duften….

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆☆☆
Originalität: ☆☆☆☆

Bild: Stockfood © 2015 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

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