EinheitsBrei war gestern!

breiKlingt ein bisschen nach Baby oder Kleinkind, der Titel? Ich muss zugeben, dass ich bei „Brei“ eben auch als erstes an Nahrung für zahnlose Erdenbürger denke. Alterstechnisch jetzt in die eine oder die andere Richtung der Lebensskala ausschlagend….
Was wir mit „Brei“ verbinden, ist jetzt in erster Linie nicht „sexy“, „genussvoll“ und „attraktiv“, sondern eher „zahnlos“, „sättigend“ und „schlotzig“. Höchste Zeit also, dass „Frühstücksbrei und Porridge“ von Carina Seppelt (Thorbecke Verlag) mit dem Gerücht um den (Einheits)Brei aufräumt. Tatsächlich erleben Porridge und Co seit es die so genannten Superfoods gibt einen wahren Boom. Da lässt man Chia und Matcha quellen, püriert sich Detox-Smoothies und Wellness-Säfte und rührt auf Teufel komm raus alles zusammen, was uns schöner, schlauer und schlanker macht. 
brei1Nach einem kurzen Intro, welches uns die Vorzüge dieses Frühstücks darlegt (leicht verdaulich, lange sättigend, energiereich, vitaminreich, flexibel usw) und natürlich dem Hinweis auf die Superfoods, starten wir mit „Frühstücksbrei“. „Beeren-Hirse-Brei“, „Quinoa-Kokos-Brei“, „Pina-Colada-Dinkel-Brei“, „Haselnuss-Amaranth-Brei mit Aprikosen und Birnen“, „Orangen-Getreide-Brei mit Trauben und Kakaonibs“, „Matcha-Trockenfrucht-Weizen-Brei“, „Erdmandel-Matcha-Hirse-Brei“ sowie „Buchweizen-Brei mit Mohn und Birnen“ zeigen eindrucksvoll, dass es tatsächlich eine ganze Menge an Getreiden und Samen gibt, die sich hierfür eignen. Sonderlich ansehnlich ist der Brei jetzt leider nicht, aber mit Toppings, Früchten, Schokosplittern und Kernen wird er deutlich aufgewertet. Weiter geht es  mit der Abteilung „Porridge“ und „Cranberry-Porridge mit weißer Schokolade“, „Keks-Porridge“, „Karamell-Walnuss-Porridge“, „Erdnussbutter-Porridge mit Erdbeeren“ und „Heidelbeer-Porridge“, der mit seinem krassen lila gegenüber den blassen Vorgängern deutlich punktet. Da Porridge eben aus Haferflocken besteht, geht es hier etwas eintöniger zu.

brei2Bunter wird es dann mit „Milchreis, Grütze & Co“, wo wir „Milchreis mit karamellisierten Apfelscheiben“, „Maracuja-Hirse“, „Buchweizen-Grütze mit Pflaumen“, „Feigen-Chia-Dinkel-Grütze“, „Pfirsich-Gersten-Grütze“ und „Bircher Müsli“ finden. Und wie ich eingangs ja schon gemutmaßt hatte, gibt es auch noch die Rubrik, in der wir einfach alles in den Mixer hauen: „Frühstücksdrinks“. Mit den vier Rezepten „Ananas-Kokos-Drink“, „Apfel-Minze-Drink“, „Erdbeer-Hafer-Drink und „Heidelbeer-Dinkel-Drink“ ist das Kapitel zwar recht überschaubar, aber um Drinks ging es hier ja auch nicht in erster Linie. Fazit: Die Ideen sind kreativ und lecker, die Zutaten überschaubar und gesund, der Aufwand hält sich in Grenzen. Allerdings muss man beachten, dass manche der Brei-Variationen über Nacht quellen muss. Mal eben morgens zwischen Tür und Angel ist nur bei wenigen machbar. Dafür wird man aber mit einem leckeren und gesunden Frühstück belohnt, das man so auch nicht einfach unterwegs kaufen kann.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆☆
Originalität: ☆☆☆☆

Bilder: Studio Seiffe © 2016 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

 

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