Pfeifende Gemüse – oder so

salatSalate mit Pfiff. Schnell preiswert auch fürs Büro“ heißt es kurz und gut bei Anna Ilburg (Bassermann Verlag). Was will man da auch groß zu sagen, ist halt Salat. Optisch auf den ersten Blick ein bisschen retro und auch die ersten Seiten erinnern stark an Ernährungsratgeber der 80er, muss ich sagen. Kein Wunder also, dass wir den Hinweis erhalten, dass die Salate „satt machen und (der)(…) Figur garantiert nicht schaden“ und die beiden ersten Inhaltsseiten eine klassische Tabelle mit Nährwerten und Angaben darüber, ob party- oder bürotauglich, preiswert, schnell oder vegetarisch sind, schmückt.

salat2Danach folgen noch ein paar Tipps und schließlich Kapitel ein „Mit Blattsalaten & Gemüse“. „Römersalat mit Mango und Mozarella“, „Gebratener Frühlingszwiebelsalat“, „Pfifferling-Brot-Salat“, „Bunter Blattsalat mit Polentarauten“, „Blumenkohlsalat mit Austernpilzen“ und „Spargelsalat mit Eierdressing“. Auch hier ist an jeder Seite nochmals der Auszug aus der Anfangstabelle so dass man auf einen Blick  nochmal sehen kann, ob der Salat den Anforderungen entspricht und sich für den Einsatz eignet, den man ihm zugedacht hat. Es folgen „Mit Kartoffeln, Nudeln und Körnern“ „Emmentaler Kartoffelsalat“, „Vietnamesischer Nudelsalat“, „Orientalischer Kichererbsensalat“, „Tomaten-Bulgur-Salat“, „Marokkanischer Linsen-Spinat-Salat“, „Grünkern-Möhren-Salat“ und „Salat mit Linsenkeimlingen“. Irgendwie alles nett, aber nicht der Überflieger und auch die Art der Fotografie und die optische Umsetzung der Rezepte sind für mich nicht übermäßig ansprechend, sondern wirken veraltet. Die beiden letzten Kapitel widmen sich dann „Mit Fleisch und Geflügel“ und wie zu erwarten „Mit Fisch und Meeresfrüchten“ und offerieren „Kreolischen Bohnensalat mit Hähnchen“, „Gegrillte-Kartoffelscheiben-Lammfilet-Salat“, „Asiatischen Rinderfilet-Salat“, „Radicchio mit Geflügelleber“, „Enten-Wirsing-Salat“, „Tortellini-Thunfisch-Salat“, „Kabeljau-Kartoffel-Salat“, „Spinatsalat mit Sesamgarnelen“, „Schollensalat“ und „Portugiesischen Tintenfischsalat“. Schmunzeln muss ich über den „Japanischen Salat“, der schlicht ein Mungobohnen-Chinakohlsalat ist, der mit Sushi garniert wird. Auch darin spiegelt sich irgendwie der 80er-Jahre-Charme des Buches. Es kann gut sein, dass ich mittlerweile schlicht verwöhnt bin, was Kochbücher betrifft, aber dieses kann einfach nicht punkten. Weder die Rezepte noch die Aufmachung oder die Bilder sind zeitgemäß. Kann man einer Großtante schenken oder so. Die findet das vielleicht noch halbwegs innovativ … allerdings nur, wenn sie deutlich vor den 80ern geboren wurde…

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆
Geschenkqualität: ☆
Originalität: ☆

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