Torkel-Torten und Kicher-Kuchen – beschwipster Genuss

kuchenKuchen und Torten sind ja schon was Feines. Alkohol in gesunder Menge auch. Wie könnte eine Symbiose da also perfekter sein, als wenn man beides eint: „Beschwipste Kuchen & Torten“ von Luise Lilienthal (Bassermann Inspiration) erfüllt mir diesen Wunsch. Ob Rotwein, Portwein, Walnusslikör, Grappa, Rum oder Cognac – hier wird jeder beglückt. Aufgeteilt ist das Ganze dann in zwei große Bereiche: „Feines mit Wein, Sekt und Likör“ und „Köstlichkeiten mit Hochprozentigem“. Also im Prinzip „Kollegen“ und „Freunde“…. nach einem kurzen Vorwort und sechs goldenen Regeln der Autorin, geht es auch schon los.

kuchen2Da gibt es leckeren „Zitronenkuchen mit Lemon Curd“ (und Limoncello), „Portwein-Feigen-Kuchen“, „Omas Rotweinkuchen“, „Erdbeertraum“ (mit einer Quark-Weißweinfüllung), „Gugelhupf mit Baileys“, „Erdbeer-Rhabarber-Torte“ (mit Rum – ich vermute mal, dass das eigentlich in die zweite Gruppe gehört hätte…), „Amaretto-Sahnerolle“, „Granatapfel-Sekt-Torte“ und „American Cheesecake mit Orangenlikör“. Alle Rezepte sind Schritt für Schritt übersichtlich erklärt,  kleine Tipps, Dekovorschläge sowie Angaben zum Schwierigkeitsgrad und der Dauer der Zubereitung runden das Rezept ab. Auch „Gefüllte Brandteigkugeln mit Karamellmantel“ (und Orangenlikör), eine „Sahnetorte mit gebrannten Mandeln“ (und Mandellikör), eine „Blue Curacao-Torte“, ein „Puddingkuchen mit Eierlikör“, „Whoopie Pies mit Minzfüllung“ (und Pfefferminzlikör),  oder eine „Sekttorte mit Zitronensahne“ sind im Angebot. Mich persönlich hat besonders das „Campari-Törtchen“ angesprochen, das Mama dann auch direkt zum Muttertag bekam. Hier muss man aber ein bisschen vorsichtig sein und isch genau an die Vorgaben halten – bei Campari führt „ein wönziger Schlöck“ mehr nämlich ziemlich schnell zu einem bitteren Ergebnis, da das Rezept kaum Zucker enthält.

Bei den Hochkarätern – äh den Hochprozentlern – finden wir dann „Donauwelle mit Schuss“ (Weinbrand), „Kirschstreuseltarte mit Geist“, „Feine Vanille-Punsch-Torte“ (Weißwein und Arak), „African Queen“ (Amarula und Wodka), „Schokoladentorte „Tia Maria““ (Kaffeelikör und Rum), „Grappa-Tarte mit Mandeln und Trauben“, „Rumtopf-Törtchen“ neben „Himbeer-Punsch-Torte“ (Orangenlikör und Rum).
kcuhen3Sieht alles unglaublich lecker aus, die Bilder sind hervorragend, die Kuchen geschmackvoll arrangiert – sehr schön. Mir persönlich reicht vermutlich die leichte Rubrik, zumal ich beim Mischen von zwei Alkohol-Sorten immer ein bisschen skeptisch bin. Wahrscheinlich verfliegt der Großteil des Alkohols (und damit die Wirkung) beim Backen ja eh, aber wenn ich wählen müsste, wären meine Favoriten dennoch im ersten Teil des Buches.
Alles in allem ein sehr cooles Buch, das bei mir sicher häufiger zum Einsatz kommen wird. Hervorheben möchte ich auch noch kurz die nach den Rezepten aufgeführten Tipps zu „Eine Torte herstellen“, „Vorbereiten und Aufbewahren“ sowie „Dekorieren und Verzieren“, die gerade für Einsteiger wichtig sind. Ich vermute aber stark, dass auch viele Fortgeschrittene noch nie essbare Blüten hergestellt, mit Rollfondant gearbeitet oder eine Torte eingekleidet haben und somit dankbar für diese Ergänzungen sind. Ich bin es!

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆ (Anfänger bleiben doch bitte erst mal beim Marmorkuchen)
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆ (leider ist das mit dem Alkohol so eine Sache…)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆ (nur sinnvoll für Menschen die Alkohol mögen)
Originalität: ☆☆☆☆☆

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