Krümel? Nee, Streusel!

str1.jpgIm Prinzip bin ich ganz schlicht Käsekuchenfan. Käsekuchen geht immer. Was aber eigentlich mindestens ebenso gut ankommt und damit sehr dankbar ist, ist Streuselkuchen. Bei diesem ist die Vielfalt natürlich noch ein bisschen größer, denn hier habe ich weder für den Boden noch für die Füllung irgendwelche Vorgaben. Von außen sieht man nicht wirklich, was sich unter den Streuseln verbirgt (welches Obst, Puddingfüllung, Quarkfüllung, keine Füllung) und so ist es immer ein bisschen spannend einen Streuselkuchen anzuschneiden (natürlich ist der Überraschungseffekt weg, wenn man ihn selbst gebacken hat ^^). Einen kleinen Ausschnitt aus der Streuselwelt vermittelt „Die besten Streuselkuchen“ von Oda Tietz (Bassermann Verlag). 

str2Nach einem sehr überschaubaren Intro, in dem wir auch kurz erfahren, wie man Streusel macht (ist ja für das Buch nicht ganz unerheblich) geht es los mit „Fruchtige Streuselkuchen“: „Apfelkuchen mit Vanillestreuseln“, „Birnenkuchen“, „Kirschkuchen mit Schmalzstreuseln“, „Rhabarberkuchen mit Mandeln“, „Zwetschgenkuchen“ , „Streuselkuchen mit Zitronencreme“, „Kirschkuchen mit Zimtstreuseln“ oder „Stachelbeerkuchen mit Marmelade“, da ist für jeden das richtige Obst dabei. Die Teigsorten sind dabei stets individuell – mal mit Zitrone, Rum, Weinbrand, Mandeln oder Quark, manche mit Hefe, manche ohne und auch die Streuselmasse variiert. Da gibt es welche mit Marzipan, mit Mandeln, mit Kakao oder auch mit Rum. Bei manchen besteht das Innere nur aus Obst, bei vielen kommen noch Pudding, Quark, Marmelade oder Schmant hinzu.
str3Weiter geht es dann mit „Streuselkuchen mit Quark, Pudding, Sahne und Schmant“ – okay, nach meinem letzten Satz irritiert mich das jetzt zugegebenermaßen etwas. Aber lassen wir uns mal nicht ablenken und widmen wir uns „Streuselkuchen mit Frischkäse“(und Himbeeren), „Kuchen mit Mascarponecreme“, „Streuselkuchen mit Nougatsahne“, „Haslnusskuchen mit Vanillecreme“, „Streuselkuchen mit Eierlikörcreme“, „Mandelpudding-Aprikosen-Kuchen“ (mit Aprikosen) oder auch „Quark-Marzipan-Kuchen“ (mit Johannisbeeren). Auch hier sind alle Böden, Beläge und Streusel unterschiedlich – sehr schön.
str4.jpgDer dritte und letzte Teil „Streuselkuchen mit Nuss, Mandel, Mohn und Schokolade“ lockt dann mit „Saftiger Mohnkuchen“ (mit Äpfeln), „Streuselkuchen halb und halb“ (ein Teil wird mit Kakao eingefärbt), „Streuselkuchen mit Nussfüllung“, „Apfel-Nuss-Kuchen“, „Kokos-Streuselkuchen“ und „Mandel-Schoko-Kirsch-Kuchen“.
Ich glaube, ich kann mich hier recht kurz fassen: Die Bilder sind ansprechend, die Rezepte gut strukturiert und klar und im Prinzip hat man hier so viele Rezepte für Böden, Füllungen und Streusel, die man ja auch selbst umstellen und beliebig kombinieren kann, dass eigentlich niemand sich beklagen kann, dass ihm etwas fehlt. Einziges Manko für mich: ich hätte mit dem dritten Kapitel begonnen, da ich es für das langweiligste halte und hätte mich dann zu den Streuselkuchen mit mehr Extras gesteigert.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆ (Hefe ist immer so eine Sache)
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆☆ (mag jeder!)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆
Originalität: ☆☆☆☆ (ab Seite 90 wird es halt etwas einseitig mit den ganzen Streuseln ;))

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