Neue Kringel für Lotte – Spiralschneider Teil II

nudelVor Kurzem hatte ich ja bereits „Feine Gemüse-Nudeln. Rezepte für den Spiralschneider. “ vorgestellt, wobei mich das Buch ja nicht ganz überzeugt hat. Da ich meinen Spiralschneider aber über alles liebe, gebe ich nicht auf, sondern mache mich mit „Kochen mit dem Spiralschneider. 80 kreative Rezepte.“ von Denise Smart (Südwest Verlag) erneut ans Werk. Auch hier ist das Gerät, mit dem gearbeitet wird ein Monster von einem Schäler (meiner ist so ein kleines handliches Teil, das man auseinander nimmt und in die Schublade steckt…) – aber das Prinzip, nach dem gearbeitet wird, ist identisch. Los geht es … nudel2.jpgmit „Leichte Gerichte“ worunter „Misosuppe mit Gemüsenudeln“, „Garnelen-Reispapier-Wraps“, „Zucchinibratlinge mit Feta und Minze“, „Mexikanische Kartoffelnester“, „Daikon-Laksa mit Möhren und Gurken“, „Zucchini Halloumi-Broschetta“, „Mini-Frittatats aus Süßkartoffeln und Ricotta“, aber auch „Dim Sum mit Gemüse und Krebsfleisch“ fallen. Schön international sind die Gerichte, aber auch hier muss ich sagen, dass der Spiralschneider oft einfach nur eingesetzt wird, damit er zum Einsatz kommt und nicht, weil er von Nöten ist. Ob ich die Zucchini für die Bruschetta jetzt von Hand in Scheiben schneide, um sie zu braten oder mit dem Gerät – who cares? Auch bei den gefüllten Pita Broten, den gefüllten Dim Sum oder den „Kürbis-Käse-Muffins mit Schnittlauch“ käme man auch mit einem Messer problemlos zurecht. Bei den Salaten, die als nächstes folgen geht es eigentlich immer nur um den optischen Effekt (und ja klar sieht das gut aus, wenn das so hübsche Kringel sind). „Geflügelsalat mit Zucchini und Quinoa“, „Thai-Rindfleischsalat“, „Räuchermakrelensalat  mit Wachteleiern“ und „Rote-Bete-Salat mit Räucherforelle und Meerettich“ peppen jede Tafel auf und auch die Rezepte an sich überzeugen. Bei der Hälfte der Gerichte (auch schon im ersten Kapitel) fehlen jedoch die Bilder. Gerade unter dem Aspekt, dass der Spiralschneider oftmals nur in der Optik des Essens eine Einsatzrechtfertigung erhält, sollte man hier keineswegs auf Bilder verzichten. Großes Manko!
nudel3.jpgBei den Hauptgerichten ebenso: „Butternusskürbis mit Salbei und Ziegenkäse“, „Zucchinetti mit Krabbenfleisch, Chili und Zitrone“, „Pad Thai mit Garnelen“, „Sesam-Ingwer-Lachs en papilloten“, „Kochbananen-Geflügel Curry mit Kokosnuss“ – also die Rezepte sind wirklich schön und können sich auch definitiv (dank Spiralschneider) sehen lassen. Im Prinzip, wie bereits erwähnt, geht es aber rein um die Optik. Man könnte die ganzen Gerichte durchaus auch mit einem Messer, einer Reibe oder Ähnlichem zubereiten. Bei den „Beilagen und Extras“ sehen wir dann noch, wie schön der Spiralschneider „Pikanten asiatischen Krautsalat“, „Wurzelgemüse-Rösti“, Gurken-Minze-Raita“, „Marokkanischen Möhrensalat“ und „Knusprige Parmesan-Zwiebel-Spiralen“ zaubern kann. Und auch für den Nachtisch gibt es Vorschläge wie „Apfel-Marzipan-Tarte“, „Asiatischer Birnensalat“, „Schoko-Brownies mit Roter Bete“ oder auch „Rote Bete Pfannkuchen mit Heidelbeeren“.
nudel 5.jpgBei etlichen der Rezepte (Muffins, Crumble, Auflauf, finde ich den Einsatz des Spiralschneiders sogar noch ein wenig überflüssiger, weil man hier ja nicht mal wirklich sieht, dass er zum Einsatz kam. Erst sind die Kringel verdeckt und wenn man das dann bäckt, dürfte von der ursprünglichen Form auch nichts mehr übrig sein. Mein Fazit: Tolle Rezepte, schöne Bilder, aber oft ein unsinniger Einsatz des Schneiders (s. Foto Zucchini-Zitronen-Kuchen)

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆ (klar, aber immer auf die Finger aufpassen )
Alltagstauglichkeit:  ☆☆☆ (ohne Spülmaschine ist der Spiralschneider – zumindest der im Buch vorgestellte – schwer zu reinigen)
Geschenkqualität: ☆☆☆ (für Freunde mit Spiralschneider)
Originalität: ☆☆☆☆ (die Rezepte sind wirklich schön und toll multi-kulti)

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