Superfoods zum Wegschlecken

supereis.pngEs gibt kaum eine Food-Gruppe, die in den letzten Monaten nicht irgendwie und irgendwo das Thema „Superfoods“ aufgegriffen hat. Sei es bei der veganen Ernährung, dem besten Frühstück für den Tagesstart, im Slowfood oder auch bei Low Carb. Kein Wunder also, dass es jetzt im Sommer (ja, auch wenn wir es nur manchmal merken, es ist Sommer) auch „SuperFoodEis“ geben muss. Herausgegeben hat das Werk von Kerstion Pooth und Astrid Saß der ZS Verlag und verspricht „Healthy Eating mit Wohlfühl-Rezepten. Gesund, fit und glücklich.“ Ich bin gespannt, was die beiden Lifestyle- und Fashion-Begeisterten sich da so haben einfallen lassen. 

eis2.jpgDas „Eis mit Benefits“ soll nicht nur lecker, sondern tatsächlich gesund sein, wie Kerstin ankündigt. Da sie selbst unter Kuhmilch-und Eier-Intoleranz leidet und raffinierten Zucker meidet, erklärt, warum sie selbst ein Eiscreme-Buch herausgegeben hat. Damit auch wir die Superfoods kennenlernen, gibt es erstmal ein paar Seiten Einleitung, auf denen alle Lebensmittel vorgestellt werden und deren Wirkung und Inhaltsstoffe genau beschrieben sind. Danach gibt es Infos zur Gelinggarantie für das Eis, die Wahl der richtigen Zutaten und das passende Equipment. Da kann ja fast nichts mehr schiefgehen…
Unetretilt ist das Buch in die fünf Kapitel „Happiness. Gute Laune und echte Glücksgefühle“, „Energizing. Fitmacher für Körper und Geist“, „Immun-Boost. Stärkung für Abwehrkräfte und Stoffwechsel“, „Detox. Entgiften und entschlacken auf die coole Art“ sowie „Anti-Aging. Frischekick für Zellen, Haut und Haare“. Okay, das sind jetzt mal große Worte – dafür, dass es hier um Eis geht. „Gute Laune“ bekommen wir dann mit „Bananeneis mit Himbeeren“, „Casheweis mit Maca“, „Datteleis mit Lucuma“, „Pflaumensorbet mit Zimt“, „Vanilleeis mit Kakaobutter“ und „Schokoeis mit Chili“. Energie verleihen uns dann „Apfeleis“, „Erdbeersorbet mit Balsamico“, „Gojibeereneis“, „Maca-Eis mit Walnüssen“, „Matcha-Eis“oder auch „Mocca-Eis“. Die Zutatenlisten sind überschaubar, der Aufwand hält sich in Grenzen und insgesamt liest sich das alles sehr sehr lecker. Gesund finde ich das nur in Maßen, da es eben trotz allem eine Süßigkeit ist. Auch, wenn statt Zucker Birkensüße, Ahornsirup oder Früchte eingesetzt werden, sollte man bedenken, dass das Eis durchaus gehaltvoll ist.
Für das Immunsystem schlecken wir uns dann durch „Ananaseis mit Kokos“, „Aprikoseneis mit Maulbeeren“, „Himbeereis mit Hanf“ und „Mango-Eis mit Ingwer“. Für den Detox-Effekt löffeln wir „Avocado-Eis mit Limette“, „Basilikumsorbet“, „Beerensorbet“, „Kokoseis mit Kurkuma“, „Papayssorbet“ und „Zitronensorbet mit Melisse“. Sehr schön auch, dass es zu jedem Rezept einen extra Tipp gibt, der Alternativen, Zubereitungshinweise oder Serviervorschläge bietet. Was mir persönlich fehlt, sind Nährwertangaben. Gerade wenn ich Avocado oder Koks verarbeite, wüsste ich gerne, wie hoch der Kaloriengehalt so eines Bällchens schlussendlich dann ist.
Fürs „Anti-Aging“ gönnen wir uns dann noch „Acaisorbet“, „Avocado-Birnen-Eis“, „Basilikumeis mit Kokos“, „Casheweis“, „Orangensorbet mit Limette“ zusammen mit „Sauerkirsch-Beeren-Sorbet“.
Zusammengefasst: Eis, Sorbet und noch mehr Eis. Lecker! Wunderbare Bilder mit unglaublich krassen Farben, lecker-schmecker-Kombinationen und tollen Ideen. Gefällt  mir sehr gut und ich werde hier definitiv mehr als nur ein zwei Rezepte ausprobieren – allerdings bewusst als Süßigkeit. Ob das jetzt tatsächlich gesünder ist als anderes Eis oder die „Superfoods“ tatsächlich wirken, weiß ich natürlich nicht. Generell gilt ja aber immer, dass es am gesündesten ist, sein Essen selbst zuzubereiten, denn dann weiß man auf alle Fälle ganz sicher, was drin ist 🙂

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆ (alles gut machbar)
Alltagstauglichkeit:  ☆☆☆☆ (ja, aber man braucht definitiv ein paar Geräte wie eine Eismaschine)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆ ( nur für Leute mit Eismaschine)
Originalität: ☆☆☆ (Idee gut, aber nicht 100 % überzeugend )

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