Party-Panik ade?! Alle satt?

party.jpgImmer wenn irgendein Fest (Geburtstag, Weihnachten, Ostern, Party..) ins Haus steht, durchstöbere ich schon Wochen vorher systematisch alle Koch- und Backbücher, von denn ich mir passende Rezepte erhoffe. Gerade für schnelle „Partyhäppchen“ habe ich aber noch kein Buch, weswegen mir das von Eric Frechon aus dem Bassermann Verlag gerade recht kommt. Ein kleines aber feines Büchlein mit 30 ausgewählten Rezepten, die unkompliziert, schnell, einfach aber dennoch raffiniert und lecker sind. Klingt gut smile emoticon

party2Eine Unterteilung in Kapitel kann man sich hier getrost sparen, stattdessen geht es gleich los mit „Tigergarnelen-Saté“, „Thunfisch-Carpaccio in Soja-Sesam-Marinade“, „Wacheleier mit Krebsfleisch“, „Gratinierte Jakobusmuscheln mit Kräuterbutter“, „Gebratene Pancetta auf Kartoffeln“, „Knuspergarnelen am Spieß“, „Foie-Gras-Bällchen“, „Lachscreme im Glas“, „Gamba-Tempura mit pikanter Sauce“ – man merkt ziemlich schnell, dass der Mann Franzose ist und sich diese Vorschläge nicht für große Runden eignen oder für Menschen, die gerne ein bisschen günstiger kochen. Sieht alles top aus, liest sich super, aber auch mir wären da die Zutaten zu teuer, ganz ehrlich. „Gefüllten Radieschen“ (mit einer Sahnemeerrettich-Butter),  „Liebesäpfel aus Cocktailtonaten“ (Kandierte Tomaten mit Sesamhülle), „Käsebonbons“ (Filoteig mit Käse) und „Parmesanchips“ finde ich jetzt nicht ganz so überzeugend und auch an „Blutwursttaschen mit Apfel“, „Cocktailtomate mit Schnecke und Kräuterbutter“, „Gefüllte Kartoffelchips mit Sardellen und Basilikum“, sowie „Sardinentoast mit Auberginenkaviar“  oder „Rote-Bete-Würfel mit Blauschimmelkäse“ dürften sich die Geister scheiden. Das sind halt einfach so extreme Zutaten, die ganz viele Leute absolut nicht mögen. Preislich und von den Zutaten her für unbedenklich halte ich da „Feigen mit Mozzarella und Limette“, „Frühlingsrollen mit Geflügelfüllung“, „Gemüseröllchen mit Schinken“ oder auch so etwas wie „Grüner Spargel im Tempuramantel“, „Käsewindbeutel“, „Quiche Lorraine im Glas“ und „Geröstetes Brot mit schwarzer Olivenpaste“.
Also für die nächste Party ist das leider nicht meine erste Wahl, weil man da ja stets bemüht ist, es allen recht zu machen und bei diesen doch zum Teil geschmacksintensiven Zutaten sind die meisten Ideen einfach nicht massentauglich. Da gingen wohl diverse Gäste nur betrunken aber definitiv hungrig heim. Für einen exklusiven Abend, bei dem ich darauf hinweise, dass es französische Küche gibt (und das wird bei vielen Ansätzen sehr deutlich), würde ich das Buch durchaus nutzen. rolleyes

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆ (schnell und meist recht einfach ist es im Prinzip schon)
Alltagstauglichkeit: ☆☆ (damit kriegt man keine Partymeute glücklich und zufrieden)
Geschenkqualität: ☆☆☆ (vielleicht bei Frankreich-Fans)
Originalität: ☆☆☆ (es sind schon schöne Anregungen, aber ich bin nicht ganz überzeugt)

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