All we need is KOKOS :)

kokosSchon zu Schulzeiten hatte ich ein ganz besonderes Faible für Kokos. Kokoseis, Kokosschokolade, Raffaelo – besonders mit meinem Kokos-Parfum habe ich damals eine Reihe von Klassenkameraden regelmäßig ziemlich genervt. Nichtsdestotrotz ist es bei meiner Liebe für diese „Steinobst“ geblieben. „Superfood Kokos. Über 100 Rezepte und Ideen für Food & Beauty“ von Brynley King aus dem Fackelträger Verlag war da natürlich ganz oben auf meiner Wunschliste. Auf rund 150 Seiten dreht sich alles nur um die Nuss, denn die Autorin Bryan ist quasi auf Kokosplantagen aufgewachsen – wie beneidenswert.kokos2Aufgeteilt ist das Buch in „Superfoos Kokos. Was kann die Kokosnuss?“, „Food. Mehr als 70 Genießerrezepte und Ideen rund um die Kokosnuss, vom Frühstück bis zum Dinner“, „Beauty. Kokosöl – Veganes Glück für Haut & Haar“. Der erste Teil ist dabei quasi ein ausgedehntes Intro, in dem wir alles über die einzelnen Bestandteile der Nuss erfahren, wie man diese verarbeiten kann und welche Produkte daraus gewonnen werden können wie Kokosnusscrunch, Kokoswasser, Kokosölpulver, Kokosmehl oder auch Kokosessig. In der Rubrik „Food“ erfahren wir erst einmal, wofür die Autorin die Kokosnuss in der Küche am häufigsten einsetzte, sowie eine kurze Übersicht über die unterschiedlichen Ernährungsformen „glutenfrei“, „laktosfrei“, „raw“, „vegan“ und „Ei-Ersatz“, wonach die anknüpfenden Rezepte  gekennzeichnet sind. „Kokoswasser, Smoothie & Co“ bietet uns zuerst einen Überblick über die Grundzutat „Kokoswasser“ bevor all seine Vorzüge aufgeführt werden und mit „Aromatisiertes Kokoswasser mit Orange & Pfirsich“, „Aromatisiertes Kokoswasser mit Wassermelone & Limette“, „Aromatisiertes Kokoswasser mit Gurke, Kiwi & Minze“, „Mojito mit Kokoswasser“, “ Espresso-Martini mit Kokosmilch“, „Minz-Schoko-Smoothie mit Spinat“ und „Frozen Chai Latte“ gezeigt wird, wie man es einsetzen kann. Bei „Müsli. Muffin & Co“ grüßen „Süßes Birchermüsli mit Kokosjoghurt & Erdbeeren“, „Macadamia-Kokos-Granola“, „Power-Bowl mit Drachenfrucht“, „Bananenbrot“, „Mandelmuffins“ sowie „Kokos-Pancakes“. Dann geht es schon zu den Hauptgerichten mit „Curry, Taco & Co“ und „Spinatsalat mit gebackenem Kürbis“, Süßkartoffel-Pizza“, „Kichererbsen-Veggie-Burger“ oder „Kokos-Curry á la Ken“. Die Bilder zu den einzelnen Gerichten gefallen mir sehr gut – schön, farbenfroh, minimalistisch und klar aber dennoch ästhetisch und lecker. Auch die Tatsache, dass alle Kapitel sich zu beginn immer auch den einzelnen Kokoszutaten widmen und diese kurz darstellen, die Inhaltsstoffe und deren positive Auswirkungen auf den Organismus erläutern, finde ich top. Und da Kokos und „süß“ ja perfekt passt, gibt es natürlich mit „Torte, Mousse & Co“ auch noch die Dessert-Abteilung. „Minz-Schoko-Cheesecake“, „Vanille-Pavlova mit Karamellsauce, Granatapfel & Feigen“, „Salzkaramell-Macadamia-Cheesecake“, „Zimtmuffins mit Nusscremefüllung“ und „Muffin-Eisbecher mit Kakaosauce“, „Zimt-Donuts“, „Gefüllte-Karamell-Brownies“, „Schoko-Erdnussbutter-Mousse“, Schoko-Minz-Creme“, „Bananeneis mit Ahornsirup klingen lecker und sehen gut aus. ich persönlich tue mir hier etwas schwer damit, dass die Rezepte in diesem Kapitel großteils „vegan, raw, lactosefrei und glutenfrei“ sind, denn erfahrungsgemäß sind dann extrem viele Nüsse, Datteln und Feigen im Einsatz, was ich erstens nicht vertrage und zweitens schlicht zu fettig finde. Superfood ja, kalorienarm beim Süßen definitiv nicht! Auch bei „Salsa, Dip & Co“ geht es recht üppig zu: „Aufgeschlagene Kokossahne“, „Karamellsauce“, Schokoladensauce“, „Kokosjoghurt“, „Cremiger Cashew-Dip“, „Klassischer Avocado-Dip“ oder „Selbstgemachte Salsa“.
kokos3.jpgNachdem wir die Nüsse bislang nur in uns hineingefuttert haben, liefert uns noch über 70 Tipps wie und wo wir die Kokosnuss für die Haut, den Körper, die Haare, Mund & Zähne, Schwangere, im Haushalt oder fürs Haustier einsetzen können. Das reicht von Peelings, Cremes, Tees, Masken, Ölen und Butter bis hin zu Zahnpasta, Haarkuren, Hufpflege, Fellpflege und Rost-Entferner oder Fliesenreiniger. Vielseitig ist die Nuss allemal. Allerdings muss man dabei auch immer bedenken, dass die Grundzutaten bei uns teilweise deutlich teurer sind als dort, wo die Autorin lebt. Trotzdem ein sehr spannendes und unterhaltsames Buch, das allen, die sich für Superfoods und gesunde Ernährung interessieren, sicher noch die ein oder andere Neuigkeit liefern kann.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆ (problemlos)
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆ (eher nicht, weil bei uns Kokosnuss bei uns nicht ganz so alltäglich ist)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆☆ (für Kokosfans und alle, die auf Hausmittel und DIY stehen)
Originalität: ☆☆☆ (durchaus, da ich ein Buch zu allen Aspekten der Kokosnuss bislang noch nicht hatte)

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