Cucurbita – endlich sind sie wieder da

IMG_3747.JPGCucurbita, also Kürbisse, sind für mich ein absolutes Highlight im Herbst und Winter. Wenn ich schon dem Wetter nichts abgewinnen kann, dann wenigstens den Delikatessen, die es zu dieser Zeit so gibt. Ob frische Pilze, Kastanien oder eben Kürbisse – die kalte Jahreszeit bietet eine Fülle an tollen Genüssen. Was ich besonders an Hokkaido und Co schätze, ist die Vielfältigkeit der Verarbeitung. Man kann ihn kochen, braten, im Ofen zubereiten, mit ihm backen, ihn einlegen, ihn für herzhafte aber auch süße Gerichte verwenden. Außerdem ist er hervorragend lagerbar und daher ein sehr dankbarer Bewohner meiner Vorratskammer. Ich gehe daher absolut d’accord mit Anna Walz, die ihre Werk „Kürbis. Unser Lieblingsgemüse“ (Edition Fackelträger) betitelt. Definitiv eines meiner Lieblingsgemüse …

IMG_3748.JPGWeil es ja nicht nur den einen Kürbis gibt, sondern neben den bekannteren Sorten Hokkaido, Butternut, Spaghetti und Muskat auch exotischer Versionen wie Türkenturban, gelber Zentner und Baby Bear, erklärt die Autorin erst einmal, woher welche Art stammt, wie sie aussieht, wie man sie lagern muss und natürlich, wofür man sie verwenden kann. Mein Favorit ist geschmacklich nach wie vor der Hokkaido, aber zum Beispiel für den Einsatz als „Nudelersatz“ bietet sich der Spaghettikürbis an, für süßen Nachtisch passt der Muskatkürbis hervorragend. Generell eignet sich aber fast jeder Kürbis für die meisten Zubereitungsarten. Los geht es mit Rezepten „für den kleinen Hunger“ wie „Kürbis-Salbei-Brot“, „Kürbiskernpesto“, „Süßsaurer Kürbis“, „Kürbis-Curry-Waffeln“, „Kürbis-Gewürz-Butter“, „Kürbis-Gewürz-Latte-Macchiato“ oder „Kürbis-Hummus“. Äußerst lecker und ansprechende Rezepte mit schönen Fotos und einfacher Umsetzung. Das Rezept für „Kürbispürree“ dient als Basis für viele der folgenden Rezepte und wird nicht gewürzt, da es sowohl salzig als auch süß verwendet werden kann.

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„Hauptgerichte, die satt und glücklich machen“ versorgt uns mit „Kürbis-Salsiccia-Eintopf“, „Kürbispuffer mit Zitronenquark“, „japanische Nudelsuppe mit Kürbis und scharfem Hack“, „Paella mit Kürbis udn Hähnchenschenkeln“,“Kürbisgnocchi“, „Ofen-Butternut mit Kaffee-Chili-Butter“, „Sticky Beef mit Kürbis und Süßkartoffel-Pommes“, „Kürbis-Brotauflauf  mit Shiitake-Pilzen“, „Beluga-Linsen-Salat mit Kürbis und Lachs“, „Kürbissuppe mit Granatapfel, Fetakäse und Koriander“ sowie „Tropisches Kühlschrank-Porridge mit gebratenem Kürbis“ – ein Querschnitt durch so ziemlich alle Einsatzmöglichkeiten. Sehr schön und vor allem auch richtig gute Ideen (und nicht die 1000. Kürbis-Karotten-Suppe mit Ingwer oder Orange):
img_3750Wie es sich gehört, gibt es dann noch „Süßes zum Nachtisch“ wie „Brownies mit Kürbiscremefüllung“, „Süßer Kürbisauflauf mit Walnüssen“, „Kürbis-Lavendel-Biskuitrolle mit Frischkäse-Limetten-Creme“, „Kürbis-Cheesecake“, „Kürbis-Teekuchen“ oder auch „Kürbismuffins“.
Insbesondere mein „Mitleser“ ist angetan (das könnte aber teilweise auch daran liegen, dass er sich die letzten Abende in Folge mit mir ein ums andere mal durch die orientalische Küche lesen musste und einfach mal genug hatte von Zimt, Ingwer, Koriander und Salzzitronen …) und auch ich finde, dass es definitiv ein Kürbis-Buch mit Daseinsberechtigung ist, da es viele neue Ansätze bietet und nicht nur eine Reproduktion Altbekannter Rezepte list – schlicht schön.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆ (Kürbis ist sehr geduldig ^^)
Alltagstauglichkeit: ☆☆☆☆☆ (vom 10-Minuten-Rezept bis zum 45-Minuten-Gericht ist alles dabei)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆☆ (für alle, die Kürbis mögen und ein paar Variationen suchen)
Originalität: ☆☆☆☆ (weil es wirklich gute und vielfältige Rezepte sind gibt es vier Punkte)

© alle Bilder Fackelträger Verlag/ Manuela Rüther
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