Backen mit Gemüse – es grünt so grün

green.jpgDass man nicht immer süß backen muss, sondern es eine riesige Auswahl an herzhaften Kuchen, Torten, Kaffeestückchen gibt, die man bedenkenlos ebenfalls an der Kaffeetafel servieren darf, hatte ja bereits „Alles außer süß!“ bewiesen. Dass man aber auf der anderen Seite auch mit Gemüse süße Waren herstellen kann, das ist bei „Green Cakes. Süße Kuchen mit Gemüse“ (NGV Verlag) jetzt anders. Klingt im ersten Moment vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber – wie auch im Intro – erwähnt, ist Karottenkuchen ja auch bei uns nichts Ungewöhnliches. In ähnliche Richtung zielen dann nämlich auch die anderen Rezepte, bei denen unter anderem „Aubergine“, „Kartoffel“ und „Pastinake“ zum Einsatz kommen. In vielen Fällen kann dem Rezept durch den Einsatz von Gemüse nämlich nicht nur ein besonderer Kick gegeben werden, sondern es wird oftmals auch figurfreundlicher, weil man beim Mehl oder Fett reduzieren kann. 
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Eine kleine Warenkunde, ein paar Tipps zum guten Gelingen und schon geht es rund mit „Kuchen, Torten & Co“ wie „Rote-Bete-Kuchen mit Ingwer“, „Süßkartoffel-Pie mit Papaya“, „Orangenkuchen mit Petersilienwurzeln“, „Marzipan-Gugelhupf mit Teltower Rübchen“, „Kürbistorte mit Matcha-Avocado-Creme“, „Erbsen-Pistazien-Torte mit Joghurtcreme“, „Süßkartoffel-Cheesecake mit Preiselbeeren“, „Spargelkuchen mit Erdbeeren“ oder auch „Spinat-Pistazien-Torte mit Orangensahne“. Die Rezepte sind übersichtlich, klar strukturiert, neben jedem Rezept stehen neben den Zutaten auch die Dauer der Zubereitung und – das finde ich gerade bei Backbüchern gut – die Kalorien. Die Bilder sind sehr ansprechend, aber ich gebe zu, dass mich insbesondere die Erbsen und der Spinat doch irgendwie verunsichern. Kann man das wirklich so einarbeiten, dass man nicht schmeckt, dass in dem Kuchen irgendwas drin ist, das da eigentlich so nicht reingehört? Ob ich mutig genug bin, das bei den beiden Rezepten zu testen, weiß ich selbst noch nicht.
IMG_3858.JPGIm zweiten Abschnitt folgen dann auf alle Fälle „Muffins, Cupcakes & Co“ mit „Pastinaken-Nuss-Muffins mit Krokantsahne“, „Saftige Schnecken mit Kürbis-Gojibeeren-Füllung“, „Zucchini-Schoko-Muffins mit Kokosraspeln“, „Grüne Torteletts mit Hanfsamen und Erbsen-Minz-Creme“, „Auberginenküchlein im Glas mit Mandeln“, „Rote-Bohnen-Muffins mit Blaubeeren“, „Sauerkraut-Küchlein mit Schoko und Zimtsahne“ oder auch „Zwiebeltorteletts mit Walnuss-Streuseln“. Auch hier traue ich den Erbsen nicht, wobei mich eigentlich Sauerkraut und Zwiebel noch mehr schocken. Beides sind meines Erachtens so penetrant schmeckende Zutaten, dass ich mir partout nicht vorstellen kann, dass man damit wirklich ein süßes Gericht zaubern kann. Bei den Zwiebeln vermute ich stark, dass es dann ein wenig wie Chutney schmeckt, was ja nicht schlecht ist, aber für mich nicht unbedingt die Füllung eines Törtchens sein muss…

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Also alles in allem eine total geniale Idee und vor allem unter dem Aspekt, dass man die Naschereien damit ein wenig gesünder und kalorienärmer zubereiten kann, reizvoll. Mit Karotte und Kürbis in Süßspeisen habe ich ja bereits Erfahrung, aber bevor ich zu Erbsen, Spinat und Sauerkraut komme, taste ich mich wohl langsam über Zucchini, Aubergine und Rote Bete an das Experiment „süße Gemüsekuchen“ heran.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆ (problemlos)
Alltagstauglichkeit:  ☆☆☆☆☆ (verursacht eventuell verdutzte Blicke, aber ja)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆☆ (für alle, die Süßes nicht ganz so süß mögen)
Originalität: ☆☆☆☆☆ (tolle Idee und gelungen umgesetzt)

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