Das Ländle zu Gast in der Pfalz

img_4187Im Hinblick auf „drohende“ Hochzeiten, runde Geburtstage und allerlei Familienfeste in diesem Jahr, decke ich mich schon mal vorsorglich mit allerlei Büchern rund um Fingerfood, Tapas & Co ein. „Fingerfood schwäbisch gut. Tapas aus dem Ländle“ aus dem Ulmer Verlag von Nileen Marie Schaldach macht dabei den Anfang. (Die Autorin verfasst in ihrem Blog schaetzeausmeinerkueche.de schon länger kreative Rezepte aus Schwaben und der Welt.) Der Einband vermittelt mit Schupfnudeln am Spieß schon mal eine erste gute Idee – muss ja nicht immer alles hochtrabend Lachsröllchen, Püfferchen mit Schäumchen und Gläschen mit Schlückchen sein. Auch ein kleiner Happen darf mal etwas sättigender sein und genau das erhoffe ich mir hier. 
img_4193.jpgEs erwarten uns die fünf Kapitel „Auf die Hand“, „Canapés & Aufstriche“, „Aus dem Glas“, „Burger & Co“ sowie „Süßes Finale“. Für alle, die richtig motiviert sind, gibt es vorab noch die Grundrezepte für Maultaschen und Spätzle, die hier recht oft in anderen Rezepten verwendet werden und somit prinzipiell auch selbst hergestellt werden können. Wir starten mit „Mini-Käsespätzle-Muffins“, „Maultaschen-Spießen mit Pimentos de Padron“, „Schwäbische Käsfüßle“, „Filderkraut-Praline mit Speck“, „Schinken-Käse-Hörnle“, „Schwäbische Mini-Dinneden“, „Schwarzwälder Brotstangen“ und „Gefüllte Champignons“. Nicht alles jetzt zwingend schwäbisch, meiner Meinung nach, aber alles gut umsetzbar und sicherlich lecker. Es folgen „Canapés mit Roastbeef & Balsamico-Ziwebeln“, „Canapés mit Forellencreme“, „Canapés mit Schweinelendchen“, „Schwarzwälder-Schinken-Creme mit Rucola“ … also Vegetarier gehen hier ein bisschen leer aus (im vorherigen Abschnitt eingentlich auch), zumal es in diesem Kapitel auch deutlich teurer wird, wenn man das für eine große Gruppe zubereiten möchte. Schön aussehen tut es aber allemal.
img_4192.jpgIm Glas werden „Maultaschensalat  mit Schnittlauch-Vinaigrette“, „Spätzle-Ackersalat mit Bacon-Praline“, „Gurkensalat mit Forellenfilet“, „Schwäbischer Wurstsalat“ und „Linsen-Spätzle-Salat“ serviert. Bei den Burgern bekommen wir nicht nur Ideen für die Brötchen, sondern auch gleich die Anleitung, um „Mini-Laugenweck“ und „Mini-Brioche-Buns“ ebenso wie „Zwiebelchutney“ und „Lieblingsburgersauce“ selbst herzustellen. Das finde ich mal richtig klasse. Wer mehr Aufwand möchte, macht alles selbst, wer keine Zeit hat, bedient sich fertiger Produkte. „Pulled-Pork-Burger mit Krautsalat“, „Sauerkraut-Burger mit Seitenwürstel“, „Deluxe Burger“ (Roastbeef), „Mini LKWs“ (Leberkäsweckle) und „The Swabian Burger“ (Maultasche) kommen sicher bei allen gut an (- jetzt mal abgesehen von den Veggies, die in diesem Buch einfach nicht gut wegkommen).
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Immerhin der Nachtisch ist dann mal frei von Seitenwürstel, Maultäschle und Schinken. „Schwarzwälder-Kirsch-Trifle“, „Schwäbische-Nuss-Schneckennudeln“, „Kakao-Schneckennudeln“, „Träubles-Tartelettes“, „Apfelkuchen-Muffins mit Streuseln“, „Zwetschgen-Törtchen“, „Nussecken“ und „Schwäbischer Kirschmichel mit Schokolade“ bilden den stimmigen und äußerst ansprechenden Abschluss. Lecker! Gute Idee, einfache Umsetzbarkeit und ansprechende Bilder. Für alle etwas rustikaleren Anlässe (also jetzt vielleicht nicht gerade zur Hochzeit) finden sich hier viele gute Anregungen, die nicht nur nett aussehen, sondern tatsächlich sättigen.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆ (problemlos – man muss ja nicht alle Bestandteile selbst machen)
Alltagstauglichkeit:  ☆☆☆☆☆ (schnell, easy und dürfte allen schmecken)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆☆ (für alle Freunde der schwäbischen Küche – außer Veggies)
Originalität: ☆☆☆☆ (gute Ideen, die ich so in der Umsetzung nicht kannte)

© ALLE BILDER: Ulmer Verlag/ Nileen Marie Schaldach
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