Nimm mich mit und schüttel mich …

salat.jpgSo oder so ähnlich müsste die Anleitung für den richtigen Gebrauch von „Die besten Salate im Glas zum Mitnehmen“ von Courtney Roulston aus dem Bassermann Verlag wohl lauten. Im Prinzip ist der Salat to go ja schon fast etabliert und insbesondere in der gesunden Büroküche oft zu finden – als neusten Trend würde ich es daher im Gegensatz zu den Herausgebern wohl nicht mehr bezeichnen. Dennoch ist die Idee nach wie vor gut: Erst Dressing ins Glas, dann Zutaten drauf und vor dem Verzehr schütteln. Eingeteilt nach „Huhn“, „Fisch & Meeresfrüchte“, „Fleisch“ und „Gemüse“ erwarten uns fast 30 abwechslungsreiche Salatkreationen – there we go!salat1„Kokoshähnchen mit Reisnudeln“, „Mexikanischer Hähnchen-Mais-Bohnensalat“, „Hähnchensalat mit Dressing „Grüne Göttin““, „Würziges Hähnchen mit Blumenkohl-Couscous“, „Orientalischer Hähnchensalat mit Quinoa und Kürbis“ und „Salat mit gedämpften Sesamhähnchen und Nudeln“. Großzügig, ja fast schon ein wenig übertreiben, wird jedes Rezept auf drei Seiten ausgedehnt: Foto, Zutaten und Anleitung. Da hätten es auch zwei Seiten getan, zumal man manchmal nicht direkt erkennt, welches Bild zu welchem Salat gehört. Und warum ich jetzt die Angaben für vier Personen habe – nun ja, normalerweise mache ich die Togo-Varianten ja nur für mich und nicht fürs Kollegium. Hier hätte meiner Meinung nach maximal eine Angabe für zwei Esser ausgereicht.
Es folgen „Farmer-Salat mit Räucherlachs“, „Zucchini-Nudeln mit Thunfisch und Pesto“, “ Nizza-Salt mit Linsen“, „Sesamthunfisch mit Möhren-Ingwer-Dressing“ oder auch „Krabbencocktail mit Pasta“ lesen sich super und sehen toll aus. Allerdings würden mir persönlich Fleisch und Fisch bei etlichen Salat in warm deutlich besser passen. Und auch das mit dem Glas sehe ich etwas skeptisch. Essen kann man das ja nicht wirklich in dieser Form, weil man dann ja nur Schicht für Schicht abarbeiten könnte, somit muss man das alles aus dem Glas auf einen Teller kippen und dann ist das mit der Optik… nun ja.

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„Vietnamesischer Rindfleischsalat“, „Orientalischer Lamm-Salat“, „Rindfleischsalat mit grünen Mangos“, „Rumpsteak mit Möhren-Quinoa-Salat“, „Feiner Karoffelsalat mit Schinken“,  „Schweinebraten mit Birnen-Kohl-Salat“ und „Geröstete Möhren mit Bohnenhummus“ oder „Orientalischer Grünkern-Auberginen-Salat“ sind sicherlich einen Versuch wert, auch wenn ich diese Gerichte wohl von Anfang an auf einem Teller anrichten werde.
Fazit: Schöne Anregungen, gute Bilder, aber als „Salat im Glas“ nicht so essbar, also nur bedingt praktikabel.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆ (prinizipiell ja, aber den richtigen Garpunkt für Thunfisch und Rumpsteak zu erwischen ist nicht ganz easy)
Alltagstauglichkeit:  ☆☆☆☆ (manches ist mir persönlich zu aufwändig für „Salat-Togo“)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆☆ (für alle, die genug vom Kantinenessen haben)
Originalität: ☆☆☆ (weil es mir zwar gut gefällt, aber es eben doch Mängel gibt)

alle Bilder© Bassermann Verlag/ Sue Stubbs Photography
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