Fertig in 3, 2, 1… okay, das dauert deutlich länger

schnell.jpgWenn ich koche und backe gibt es ein paar grundlegende Faktoren, die entscheiden, was es gibt:
1. Was ist im Kühlschrank  ?
2. Was davon muss weg ?
3. Wie lange dauert das?
Beim Kochen ist das natürlich ausschlaggebender als beim Backen, weil so richtig spontanes Backen selten möglich ist bzw eine „Resteverwertung“ beim Backen nur bedingt machbar. Aber der Zeitfaktor ist manchmal schon entscheidend… mein persönlicher Rekord liegt bei einem Zitronen-Blechkuchen mit Guss in 15 Minuten. Und ich habe in der Zeit noch geduscht, mich umgezogen und fertig zum Ausgehen gemacht (aber das ist jetzt nicht meine generelle Anforderung an ein Rezept!). Nichtsdestotrotz ist ein bisschen schneller oft ein bisschen besser. Wie gerufen kommt da „Schnelle Kuchen, Zubereitet in 10 bis 30 Minuten“ aus dem Hause Bassermann von Luise Lilienthal.

schnell2Damit es auch wirklich ganz fix von der Hand geht, gibt Luise und zuerst ein 1×1 des schnellen Backens und dann auch ganz zügig das erste Rezept: „Apfelmuskuchen“. Es folgen „Birnenkuchen“, „Aprikosen-Mandel-Crumble“, „Gugelhupf“, „Rhabarber-Crumble mit Eierlikörsahne“, „Schneller Apfelstrudel“, „Brombeer-Schmand-Kuchen“, „Buttermilchkuchen mit Walnüssen“, „Mandarinen-Joghurt-Kuchen“, „Latte-Macchiatto-Käsekuchen“ … alles schöne Rezepte mit ansprechenden Bildern und immer macht man den Teig selbst. Keine Fertigmischung oder sonst ein „Beschiss“. Allerdings sind die 10-30 Minuten nur die Zeit der Zubereitung. Das Backen läuft immer extra und da hat sich das mit den „schnellen“ Kuchen für mich auch irgendwie, denn wenn ich 20 Minuten Teig mache und der im Ofen dann nochmal 50-60 Minuten braucht, dann ist das die normale Dauer für fast jeden Kuchen und erfüllt meinen Anspruch hier nicht. Alles, was in Summe bei unter 40 Minuten bleibt, ist fix, aber die, auf die das zutrifft, kann ich an einer Hand abzählen. Schade.
schnell3Weiter geht es mit „Ricotta-Quark-Kirschkucken“, „Cheesecake-Brownies“, „Himbeer-Sahne-Rolle“, „Sekttorte  mit Zitronensahne“ und „Luftige Erdbeertorte“. Alles wirklich schöne Anregungen, aber nicht so richtig schnell. In der Rubrik „Kleines zum Vernaschen“ finden wir dann „Knusprige Schaumrolle mit Kaffeesahne“, „Schnelle Blaubeertörtchen“, „Spitztüten mit Minzequark“, „Haselnuss-Biscotti“, „Muffins mit Eierlikörpudding“, „Mini-Pralinés“, „Schoko-Sharon-Mug Cakes“ und „Himbeer-Mandel-Mug Cakes“.
Alles in allem ganz nett, aber für mich persönlich ein wenig überflüssig das Buch, wenn Mug-Cake-Bücher und andere Backbücher habe ich definitiv mehr als genug und deutlich bessere. Leider.

ANFÄNGERTAUGLICHKEIT: ☆☆☆☆☆ (das trifft auf alle Fälle zu)
ALLTAGSTAUGLICHKEIT: ☆☆☆☆☆ (auch)
GESCHENKQUALITÄT: ☆☆☆ (als kleines Mitbringsel passt das)
ORIGINALITÄT: ☆☆☆ (einfach nicht überzeugend und ausgereift genug)

©alle Bilder/ Bassermann

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