Vampire ade – Knoblauch ahoi

knobi.jpgEntweder man hasst ihn oder man liebt ihn. Am Knoblauch scheiden sich die Geister, denn es gibt hier wirklich nur das „entweder oder“. Zum Glück für mich – und den neuen Mann- stehen wir beide auf diese duften Knollen. Kaum ein Abend ohne Knobi-Dip, Knobi-Brot, Tzatziki, Hummus oder irgendwas, an das man Knoblauch hauen kann. Leider manchmal auch ein bisschen zu viel des Guten … das merken wir dann nachts, morgens, am späten Morgen, am frühen Mittag… aber hey – das war es bisher definitiv jedes Mal wert. Da passt dann auch „Knoblauch. Über 65 fantasievolle Rezepte mit der beliebten Knolle“ von Jenny Linford aus dem Verlag ars vivendi wie die berühmte Faust aufs Auge. 

 

kinobi2Schon der Einband spricht an: Ein bisschen retro, ein bisschen Pastell und ganz viel Knoblauch. Stimmige und stimmungsvolle Bilder begleiten uns auch auf den Introseiten des Werks und wecken die Lust auf scharfe Genüsse. Wir erfahren woher die Knolle kommt, welche verschiedenen Sorten es gibt, wie man ihn verarbeiten, zubereiten und lagern kann. In den Rubriken „Milder Knoblauch“, „Die Sonnenseite des Knoblauchs“, „Soul Food“, „Feuriger Knoblauch“, „Wilder Knoblauch“, „Wilder Knoblauch: Bärlauch“ und „Knoblauch zum Fest“ erwarten uns neben Rezepten noch Exkurse wie „Knoblauch- gut für die Gesundheit“, „Der Knoblauch im Volksglauben“, „Knoblauchanbau“ und „Knoblauchfestivals“ – eine richtig spannende Mischung also.
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Wir starten mit „Hummus“, „Rote-Bete-Suppe mit geröstetem Knoblauch“, „Krebsfleisch-Tarte mit geröstetem Knoblauch“, „Kroketten mit geröstetem Knoblauch und Klippfisch“, „Garnelen mit blühendem Schnittknoblauch“, „Hähnchen  mit 40 Knoblauchzehen“ und „Knoblauchspinat italienische Art“. Alles für Knoblauchliebhaber ein wahres Fest. Dann folgen „Rosmarin-Foccacia mit geröstetem Knoblauch“, „Grüne Knoblauchmuffins“, „Ajo blanco“ (weiße Gazpacho), „Tricolore Salat mit schwarzem Knoblauch“, „Garnelen-Pomelo-Thaisalat mit Knoblauch-Kräuter-Dressing“ – ich erkenne gerade, dass man noch so viel mehr Gerichte mit Knoblauch aufpeppen kann. Natürlich dürfen auch „Spaghetti alle vongole“, „Tzatziki“ und „Spanische Knoblauchgarnelen“ nicht fehlen. Neu sind für mich hingegen „Hähnchen-Kebab mit Safran und Knoblauch“, „Knoblauch-Pilaw“ und „Spargelkohl mit Knoblauch und Mandeln“ – ich würde mal sagen, da kommen noch viele geruchsintensive Nächte auf uns zu.
knobi3Ebenso lecker auch „Tartiflette mit geröstetem Knoblauch“ (Kartoffelgratin), „Spanische Knoblauchsuppe“, „Makkaroni mit Käse und geröstetem Knoblauch“, „Boeuf bourguignon“, „Brathähnchen mit Knoblauchbutter“, „Pikantes Erdnuss-Knoblauch-Relish“, „Kräuter-Knoblauch-Chutney“, „Malaiische Knoblauch-Chili-Garnelen“, „Fleischbällchen mit Schnittknoblauch“, „Bulgogi“ (mariniertes Rindfleisch) sowie „Pikante indische Fleischbällchen mit Knoblauch“. Ich bin wirklich beeindruckt und finde es vor allem schön zu sehen, dass der gute Knobi in so unterschiedlichen Länderküchen zu Hause ist. Man könnte das Buch auch gut „Einmal um die Welt  mit Knoblauch“ nennen. Und auch die Fotos sind absolut perfekt. Lecker, stimmig, ansprechend – so wünsche ich mir Foodfotografie.
knobi5.jpgEs folgen „Bärlauch-Haselnuss-Pesto“, „Bärlauch-Teigbällchen“, „Ziegenkäse-Tarte mit Bärlauch“, „Gebackene Miesmuscheln mit Bärlauch“, „Lachs mit Bärlauch en papillote“ und „Pfannengerührtes Schweinefleisch mit Bärlauch und Misopaste“ – sozusagen harmlose Rezepte für Tage, wenn ein großes Arbeitsmeeting bevorsteht…
Und wer sich an den Feiertagen darüber freuen möchte, dass die ganze Verwandtschaft mal herrlich nach Knobi duftet, der findet mit Vorschlägen wie „Gedämpfte Jacobsmuscheln mit schwarzem Knoblauch“, „Gegrillter Thunfisch mit Gremolata und Knoblauchbohnenpüree“, „Schweinebraten mit Rosmarin, Knoblauch und Fenchel“ oder auch „Duftende Lammhaxen mit Knoblauch und Aprikosen“ und „Lammbraten mit Knoblauch und Anchovis“ auch hierfür das richtige Rezept.
Dass das Buch hier endet und sich nicht noch ein Kapitel mit „Desserts“ anschließt, finde ich dann doch recht beruhigend 🙂
Auf alle Fälle ein unglaublich tolles Buch mit tollen Rezepten. Und würde das Buch auch nur ansatzweise nach dem riechen, was es beinhaltet – ich glaube, man müsste das ganze Haus evakuieren – jihaaa.

ANFÄNGERTAUGLICHKEIT: ☆☆☆☆ (ein bisschen kochen sollte man schon können)
ALLTAGSTAUGLICHKEIT: ☆☆☆☆ (wer nicht gerade in einem Beruf mit direktem Kundenkontakt arbeitet…)
GESCHENKQUALITÄT: ☆☆☆☆☆ (für alle Knobifans und alle, die es werden sollen)
ORIGINALITÄT: ☆☆☆☆☆ (weil ich einfach drauf stehe :))

© ALLE BILDER/ ars vivende/Clare Winfield
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