Heiß, heißer- hot!

hot.jpgDas zumindest erwarte ich beim Anblick von „Red hot chili kitchen. Kultgerichte, Crossover-Snacks, Dips & Co von spicy bis ultrascharf“ (blv Verlag). Nichts für Weicheier und Freunde sanfter Gaumenfreuden also – dafür allerdings perfekt für mich. Damit wir vorher zumindest ahnen können, welchen Schärfegrad wir zu erwarten haben, gibt es von Anton Enns und Nadja Buchczik neben Informationen zum Aufbau der Chili und der genauen Wirkungsweise auch eine bebilderte Warenkunde. Wäre schließlich nicht das erste Mal, dass ich aus Versehen statt der milden Pimientos de Padrón mal wieder eine scharfe Jalapeno erwische…. 😳

hhot2.jpgDass die scharfen Scheißerchen so klangvolle Namen tragen wie „Rocoto“, „Poblano“, „Bhut Jolokia Red“ und „Trinidad Moruga Scorpion Yellow“ wusste ich bisher nicht, lässt aber schon erahnen, dass es hier temperamentvoll zugeht. Damit sich keiner Schaden zufügt gibt es ein paar nützliche Anweisungen für den Umgang mit den Früchtchen in der Küche und einige Tipps dazu, wie man einen Brand löschen kann. Als Rezepte gibt es hierfür „Basilikum-Schmand-Eis mit Limette“ und „Gurken-Lassi mit Minze“, die ich beide auch ganz ohne Schärfe gerne mal probieren würde.

chili.jpgKapitel 1 liefert uns für „Saucen, Dips & Co“ Anregungen wie „Feuriges Chili-Aioli“, „Pesto Verde Pimientos de padrón“, „Chili-Cheese-Sauce“, „Scharfer Chipotle-Obatzda“, „Pikante Guacemole“ und „Sweet Chili-Sauce“. Dann folgen auch gleich „Starter“ wie „Chili-Crêpe-Pralinen mit Frischkäse“, „Scharfe Linsenbällchen mit Minz-Joghurt“, „Feurige Flammkuchen mit Ziegenkäse und Feigen-Chili-Senf“, „Pikante weiße Lauchsuppe mit Espresso und Chiligarnelen“, „Vitello Tonnato 2.0 mit feuriger Thunfischsauce“, „Spicy Caesar Salad mit scharfem Knusperhähnchen“ und „Grüner Tomatensalat mit Jalapenos und Melone“. So weit – so scharf. Alles lecker, ausgefallen und mit ansprechenden Bildern ausgestattet. Was mir auch gut gefällt ist, dass bei jedem Rezept noch einmal indinviduell der Schärfegrad angegeben ist und man auf einen Blick erkennt, woran man ist.

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Die Hauptgerichte umfassen „Feurige Soft Tacos mit Roastbeef und Salsa Macha“, „Spicy Hot Dog Italian Style mit Salsiccia und Chili-Senf“, „Scharfes Hähnchen >Jerk Style< mit Süßkartoffeln“, „Feuriges Ceviche mit Koriander und Mango“, „Feuriges Kürbis-Dal  mit Chili-Topping“, „Pikante Kürbisspätzle mit Salbei-Chili-Butter“ neben „Chili-Carbonara mit Zucchini, Möhre und Pancetta“. Ob Veggie oder nicht, hier findet jeder das Passende, denke ich. Und wer dachte, dass nach dem Hauptgang nichts mehr kommt, dem sei gesagt, dass man auch „Snacks & Süßes“ richtig scharf gestalten kann. „Kandierter Speck mit Cayennepfeffer“, „Chili-Popcorn mit Ahornsirup“, „Schokoladen-Chili-Kuchen mit Himbeereis“, „Schokoladen-Pannacotta mit pikantem Kürbiskompott“ und „Cremiger Chili-Milchreis  mit pikantem Pflaumenragout“ beweisen, dass wie gut Süßes und Scharfes harmonieren. Für mich auf alle Fälle ein sehr cooles Buch mit tollen Ideen und ein prima Geschenk für alle, die mal was anderes möchten als scharfes Chili con carne.

ANFÄNGERTAUGLICHKEIT: ☆☆☆☆ (Grundkenntnisse benötigt man)
ALLTAGSTAUGLICHKEIT: ☆☆☆☆ (klar…)
GESCHENKQUALITÄT: ☆☆☆☆☆ (für alle, die es scharf mögen)
ORIGINALITÄT: ☆☆☆☆ (gute und sehr kreative Idee)

© ALLE BILDER/ blv/Nadja Buchczk
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