Sweet as candy – go, get it!

img_5734Manchmal rennt einem doch wirklich die Zeit davon – kenne ich nur zu gut, immerhin ist der letzte Eintrag auch schon wieder ein Weilchen her. Wird also höchste Eisenbahn, dass ich euch endlich „Sweet Tables by Cake Couture“ von Andrea Isabelle Streitwieser (blv Verlag) vorstelle. Das mit diesen Candybars für Hochzeiten, Geburtstage, Babypartys etc. hatten wir ja schon einmal hier, aber es kommt auch einfach nicht aus der Mode. Keine Hochzeit in diesem Jahr, auf der ich das nicht hatte – hat uns aber durchaus das ein oder andere mal vorm Hungertod bewahrt, wenn das Abendessen auf sich warten ließ… Bereits der Einband macht deutlich klar: Frauenterritorium 😀 alles so schön rosa hier. Und im Buch geht es genauso weiter. Die Autorin erklärt uns vorab noch, dass es ihr wchig war, dass die Rezepte nicht nur toll aussehen, sondern auch schmecken – na da bin ich ja mal dankbar.
img_5736Ganz toll finde ich, dass es hier wirklich Schritt für Schritt langsam losgeht. Da gibt es vorab die Basics zur mehrstöckigen Torte mit dem Füllen der Böden, dem Vorbereiten zum Eindecken und dem Eindecken selbst. Idealerweise mit Bildanleitung so dass es wirklich jeder versteht. Bei den Vorschlägen und Anleitungen zum Dekorieren und Modellieren schlucke ich aber schon – das ist nicht ganz so ohne. Aber zum Glück gibt es hier ja Tipps und Tricks. Danach gibt es erstmal Grundrezepte für Böden wie „Sacherboden“, „Saftiger Mandel- oder Nussboden“, „Biskuitboden“ oder auch „Zitronenboden“, „Rübliboden“ und „Bananenbrotboden“ sowie „Basis-Buttercreme“, „Fruchtspiegel“ und „Ganache“. Ein bisschen beeindruckt und ängstlich, aber definitiv freudig begeben wir uns dann auf die „Summer Party. Sommerliche Gartenparty“, zu der uns „Doughnuteclairs“, „Karamellisiertes Poporn“, „Chocolate Chip Cookies“, „Marshmallows“, „Rhabarber-Erdbeer-Limonade“ und „Meringue“ erwarten. Alles machbar und nett anzusehen, aber für mich nicht so das, was ich bei einer Party anbieten würde.

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Gänzlich in blau und weiß folgt die „Taufe. Kindgerecht feiern“ mit „(Schoko) Cake Pops“, „Macarons“, „Schokomuffins“, „Buttercookies“ und zu jedem eine Auswahl an Häubchen, Füllungen und Deko. Schon richtig cool, aber was hier an Dekoration gezeigt wird, erfordert neben Fingerspitzengefühl und Geduld vor allem eines: Übung. Und ganz ehrlich, in meinem Freundeskreis gibt es jetzt nicht unbedingt so viele Kinder, dass ich das regelmäßig üben könnte…. next.
img_5739Der „Black & White. Geburtstag“ wirkt auf den ersten Blick ein wnig wie eine Beerdigung, dann wie … nee… immer noch Beerdigung. Oder eine sehr trashige Veranstaltung. Auf alle Fälle in meinen Augen kein Geburtstag. Serviert werden „Black & White Oreo Cheesecake“, „Black & White. Kokkos-Schichtdessert“, „Marshmallow Snickers Whoopie Pies“ und „Blueberry Muffins“. Dann folgen noch Vorschläge für die Tische zu „Magnolia. Runder Geburtstag“ in dezentem rose und braun mit Trüffeln, Pralinen und Torten – ein bisschen sehr altbacken und frühstens ab dem 70. Geburtstag zulässig.

img_5738Sehr anmutig dagegen „Toile de jouy. Silberhochzeit“ ganz edel in weiß und dunkelblau gehalten und die letzte Komposition „Blush & Gold. Hochzeit“, die ich aber keinem Mann zumuten möchte, weil diese Farbkombi doch ein bisschen arg anstrengend ist. Ein paar Fotos „Behind the scenes“ runden das Werk dann ab – schön.
Für alle, die sich einen solchen „table“ vorgenommen haben, ist das Bch sicherlich eine gute Inspiration und Anleitung. Für alle, die gerne schnell und unompliziert einen netten Tisch herrichten möchten aber sicher ein bisschen zu aufwändig.

ANFÄNGERTAUGLICHKEIT: ☆ (-ganz einfach: Nein!)
ALLTAGSTAUGLICHKEIT: ☆ (diese Anlässe sind ja nicht alltäglich)
GESCHENKQUALITÄT: ☆☆☆ (Für Backelfen und Tortenqueens, die sich beweisen möchten)
ORIGINALITÄT: ☆☆☆ (schön und ein gutes Intro mit den Böden, aber nicht obertoll)

alle Bilder @blv / peaches & mint by pia clodi
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