Made by Lotte @ home

homemade.jpgDas ist ja quasi mein „Lieblingslabel“, das ich gerne allen von mir hergestellten Produkten dick und fett aufdrucken würde. Ja, ich bin immer ziemlich stolz, wenn ich Marmelade, Gebäck oder sonst was verschenken kann, das aus meiner eigenen Küche stammt. Irgendwann, so das Ziel, kann ich das Ganze dann noch um die Angabe „mit Gemüse und Früchten aus eigenem Anbau“ ergänzen, aber bis dahin freue ich mich schon über das „hausgemacht“ ganz extrem. Mindestens ebenso freue ich mich da über das Eintrudeln von „Echt Hausgemacht. Über 100 kreative Rezepte von Michael Koch“ aus dem ZS Verlag.
img_5792Der Einband mag auf den ersten Blick ein wenig unspektakulär wirken und auch die ersten Seiten überzeugen mich noch nicht ganz, aber dann! Nachdem der gelernte Koch uns über die Richtige Art und Weise der Vorratshaltung und die Gründe dafür aufgeklärt hat, landen wir ganz schnell bei den Klassikern. Okay, ich bin ein wenig irritiert, weil ich an dieser Stelle eben (vom Einband verleitet) irgendwas Hatbares erwarte und nicht „Grießnockerl und Chili-Brätstrudel“, „Linseneintopf mit Wiener Würstchen“ oder „Gulaschsuppe mit saurer Sahne“ – aber da das eindeutig klassische Hausmannskost ist und die Rubrik „Klassiker“ heißt,  passt das ja trotzdem. Und mit „Maultaschen mit Spinat-Hackfleich-Füllung“, „Hausgemacht Spätzle“, „Kartoffelknödel halb und halb“ sind wir dann ja durchaus bei Dingen, die man auch mal auf Vorrat zubereiten und dann eingefrieren kann. Auch „Wiener Schnitzl mit Kartoffelsalat“, „Kräuterbutter dreimal anders“, „Tomatenketchup selbst gemacht“, „Hausmacher Leberwurst“, „Senfgurken mit Peperoni“ und „Rindfleischsuppe“ schaden nie. Etwas krass ist dann der nahtlose Übergang zu „Erdbeerkonfitüre mit Orangenschale“, „Rumtopf aus hellen Früchten“ und „Christstollen mit Rumrosinen“.
So ganz klar ist mir die Struktur hier nicht und leider trägt das alphabetische Register hier nicht dazu bei, dass man sich besser orientieren kann. Gezielt suchen? Eher nicht.
In der Rubrik „Frisch gemacht“ dann „Windbeutel mit Sahne und Himbeeren“, „Schokoladenpudding“, „Rosinenbrötchen“, „Kartoffelbrötchen mit Rosmarin“, „kleine Dinkelbrote mit Kümmel“, „Laugenbrezeln mit frischem Salz“, „Soleier ganz klassisch“, „Eingelegter Käse mit Kürbis und Rosinen“, „Naturjoghurt selbst gemacht“, „Heißer Leberkäse“ und „Geräucherter Lachs mit Pfeffer und Zitrone“. Die Rezepte sind durch die Bank klasse, dort, wo es komplexer wird (Laugenbrezeln) gibt es eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung, manchmal zusätzliche Tipps und auch die Fotos machen Lust. img_5795Einziges Problem für mich nach wie vor: die Orientierung. Warum da welches Rezept bei welchem Kapitel steht und warum das eine Kapitel süß beginnt, das andere aber herzhaft und was ein Klassiker ist… ich denke, darüber könnte man durchaus streiten.
Weiter mit „für den Vorrat“ und „Vielerlei Würzessige mit Beeren und Kräutern“, „Sauerkraut  mit Äpfeln“, „Eingelegte Rote Bete“, „Tellersülze“, „Waldpilze im Kräutersud“, „Weiße Schokocreme“, „Kirsch-Vanillesirup“ und „Naturtrüberr Apfelsaft frisch aus der Presse“.
„Lange haltbar“ schließt sich an mit „Apfelchips und Birnenchips“, „Kandierte Orangenscheiben mit Schokolade“, „Limettengelee mit Basilikum“, „Essigzwetschgen mit Estragon“, „Weiße Trauben in Moscato-d’Asti-Gelee“ und „Hanf-Protein-Müsliriegel“.
img_5794Ganz passend zu Weihnachten dann noch das Kapitel „Geschenke aus der Küche“, wo uns „Milchreis mit Erdbeerkompott“, „Apfelkompott mit Sternanis“, „Eierlikör mit Rum und Vanille“, „Kirschlikör aus Süßkirschen“, „Gewürznüsse“, „Marzipankartoffeln“, „Rosenblütspitzen“ und „Kalt gerührte Brombeermarmelade mit Mandeln“ erwarten. Ob ich das jetzt alles als Geschenk betrachten würde (Milchreis?) .. nun ja. Auf alle Fälle auch wieder so ein bisschen Gemischtwarenladen.
„Hausgemacht weltweit“ bringt jetzt nicht unbeedingt Klarheit in die Struktur dafür aber noch „Paprikamus (Ajvar) mit Tomaten“, „Pesto alla genovese“, „Mixed Pickles mit Gewürzen“, „Entenrillettes mit Zwiebelmarmelade“, „Caifornia Roll mit Krebsfleisch und Avocado“, „Fetakäse eingelgt in Öl“ und „Orangengelee auf englische Art“.
Ohje – was soll ich dazu nur sagen. Was soll denn nun dieses abschließende Geürfel sein? Die Rezepte sind super, die Bilder klasse und die Anleitung gut verständlich, aber für mich ergibt die Zuordnung der einzelnen Anregung zu den Kapiteln und die Kapitel selbst so gar keinen Sinn. Neu geordnet hat das Buch das Zeug zum Hit. So leider nur ganz gut.

ANFÄNGERTAUGLICHKEIT: ☆☆☆ (durchaus alles machbar)
ALLTAGSTAUGLICHKEIT: ☆☆☆☆ (vorbereiten und in Notzeiten konsumieren, jepp) GESCHENKQUALITÄT: ☆☆ (da ich selbst mit der Struktur hadere eher nicht) ORIGINALITÄT: ☆☆☆ (da mir das Ganze viel zu kuddelmuddel ist gibt’s Abzüge)

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