Weihnachten mit glücklichen Tieren

weihn.jpgDass es Weihnachten nicht immer Gans und Co geben muss, sondern durchaus auch mal alle Tiere in Frieden weiterleben dürfen, zeigt „Weihnachten vegetarisch“ von Christina Heß aus dem Thorbecke Verlag. Bei ihr gibt es stattdessen Pilze, Pasta und Pastete…  Aufgeteilt ist das Buch in die drei Bereiche „Vorweihnachtszeit“, „Weihnachten“ und „Post Foodcoma“, was mich besonders interessiert, weil die meisten nach Weihnachten ja diesen Overkill kennen, wenn man eigentlich auf nix mehr Lust hat. Ich bin ja mal gespannt, was Frau Heß mir da so empfiehlt…
weihn2.jpgFür die „Vorweihnachtszeit“ gibt es „Süße-Sahne-Plätzchen“, „Spitzbuben“, „Gefüllte Mandelstangen“, „Erdnussträumchen“, „Kakaonib-Cookies“, „Zitronensterne“, „Bunte Zuckerplätzchen“, „Peanut-Butter-Swirl-Fudge“, „Eggnog-Fudge“, „Gebrannte Mandeln mal anders“ und „Vanille-Kuchen mit Apple-Butter-Frosting“, „Schokoladen-Tannenbaum“, „Baumkuchenwürfel“, „Gefüllte Weihnachtsquarkbällchen“, „Eggnogg“, „Schokoladenlikör“ und … moment, da war ja bislang eigentlich noch kein einziges Kochrezept, oder? Also Backrezepte, ja, aber das erwarte ich an der Stelle eigentlich nicht, wiel die ja ind er Regel generell vegetarisch sind. Das erste Kapitel und somit die ersten 50 Seiten also eigentlich ein bisschen unsinnig und verarsche, finde ich.

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Zu Weihnachten dann „Panierte Schwarzwurzeln mit dreierlei Dip“, „Blätterteig-Hörnchen mit Gemüsefüllung auf Hummusspiegel“, „Winter-Gemüse-Bruschetta mit Whipped Feta“, „Linsenbraten mit Geeimwaffensauce“, „Pasta mit Gorgonzola, Walnüssen und gebratenem Chicorée“ – nein, für mich sind das leider alles keine Gerichte, die ich am Heiligabend essen oder servieren möchte. Nicht schick, nicht feierlich, nicht edel und nicht stimmungsvoll.
weihn4.jpgAuch „Gebackener Feta auf Safranreis mit Paprikachutney“, „Wachteleier in Quinoakruste mit Rote-Zwiebel-Chutney“, „Frittierte Risottobällchen auf cremigem Grünkohl“ und „Foccaccia mit Kräuterseitlingen, Rosmarin & Honig“ hauen mich jetzt nicht um. Und dann wären wir auch schon wieder beim ohnehin vegetarischen Nachtisch mit „Slowcooker Chocolate Lava Cake“, „Bratapfel mit Cranberry- oder Mandarinensauce“, „Fruchtknödel mit karamellisierten Nüssen“, „Orangen-Tiramisu“, „Twsted bread mit zweierlei Butter“, „Gewaffelter French Toast“ und „Weihnachtsgranola“. Sorry, aber das hat für mich in einem Kochbuch zum Thema „Vegetarische Weihnachten“ einfach nichts zu suchen.
Für die Tage danach empfiehlt uns Christina „Tomaten-Eintopf mit Okra und grünen Bohnen“, „Steckrübensuppe 2.0“, „Wirsing-Käse-Suppe“, „Herzhafte gedämpfte Hefebrötchen“, „Kumpir“, „Veggie Shepars’s Pie“ oder auch „Hausgemachte Piroggen“. Das ist ja alles okay und durchaus passend für den Winter, aber mich überzeugt es nicht. Das Kapitel nicht, das Buch nicht und das Komzept – sofern es eines gab – erst recht nicht. Sorry.

ANFÄNGERTAUGLICHKEIT: ☆☆☆ (im Prinzip ja, sofern man das zubereiten möchte)
ALLTAGSTAUGLICHKEIT: ☆☆☆☆ (ja, aber es soll ja eigentlich für Feiertage sein)
GESCHENKQUALITÄT: ☆☆ (höchstens für die die noch kein Plätzchenbuch haben)
ORIGINALITÄT: ☆☆ (no!)

©alle Bilder Thorbecke/ Christina Heß
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