Rosen, Tulpen, Nelken … oder so ähnlich

Minze.jpgZumindest die Rose kommt bei „Minze Salbei Rose. Rezepte mit Kräutern und Blüten“ (at Verlag) wirklich vor, außerdem Basilikum, Fenchel, Koriander, Oregano, Rosmarin, Thymian, Lavendel, Jasmin und Orangenblüte. Autorin Lily Diamond spricht sich nach einem sehr spirituellen Intro für biodynamische Ernährung und ein ganzheitliches Konzept von Nahrung und Körperpflege aus. Aufgewachsen in einer Kommune zogen die Eltern früh nach Maui, wo sie sich größtenteils selbst versorgten und ihr Grundstück mit allem Notwendigen bepflanzten. Zwar lebt sie heute in LA, die Erinnerungen an die Macht der Pflanzen blieb aber so gut in Erinnerung, dass daraus eben jenes Buch hervorging. Klingt erstmal ein bisschen abgehoben, aber irgendwie auch schön …

minze2.jpgDamit wir auch ohne eigenen Garten auf Maui motiviert loslegen können, gibt es eine umfangreiche Liste mit Bezugsquellen vor Ort und im Internet. Bevor wir mit dem Basilikum loslegen, von dem es wie von allen Kräutern und Blüten einen kurzen Steckbrief gibt, erfahren wir noch alles rund um das Aromatisieren von Salz, Zucker, Öl und Honig – kann man immer brauchen.
Und dann geht es auch endliche rund mit „Wassermelonen-Gurken-Salat mit knusprigem Thai-Basilikum“, „Italienischer Tomaten-Mais-Brotsalat mit Feta und Pesto Vinaigrette“, „Zucchini-Basilikum-Suppe mit Hanfpaste und Knoblauch-Brotbröseln“, „Erdbeer-Basilikum-Kuchen“, „Zitronengras-Kokos-Eis mit Basilikum und schwarzem Sesamkrokant“, „Gurken-Basilikum-Limonade“ sowie für das äußere Wohlbefinden eine „Brombeer-Basilikum-Heilmaske“. Hier gibt es nicht nur extrem ausgefallene Ideen, sondern auch mehr als ausführlich beschriebene Rezepte mit tollen Bildern und persönlichen Erklärungen der Autorin dazu. Sehr liebevoll und persönlich umgesetzt, finde ich sehr ansprechend.
minze 4.jpgWeiter geht es mit Fenchel und Anregungen wie „Blutorangen-Fenchel-Salat  mit Oliven“, „Zitroniger Fenchelsalat mit Radieschen und Blattkohl“, „Wurzelgemüse aus dem Ofen mit Fenchel-Pistazien-Joghurt“, „Galette mit karamellisiertem Fenchel, Kürbis und Chèvre“, „Fenchel-Kürbis-Suppe mit Miso und geröstetem Samen“, „Rhabarber-Fenchel-Eiscreme“, „Fenchel-Limetten-Limonade“ oder in der Rubrik „Koriander“ mit „Schwarze-Bohnen-Suppe mit Avocado-Limetten-Creme“, „Reis-Bowl mit Sesam-Tofu, Quick-Pickles und Koriander-Tahini-Sauce“, „Kokos-Ingwer-Tapioka mit koriandergewürzter Mango“, „Grüne Eiscreme“, „Ananas-Koriander-Entgiftungssaft“.
Besonders ausgefallen finde ich in den weiteren Kategorien unter anderem „Kokos-Minze-Scrub“, „Capellini mit Salsa marinara und selbst gemachtem Ricotta“, „Orangen-Rosmarin-Eispops mit salzigem Schokoguss“, „Kokos-Rosmarin-Kopfhautpeeling“, „Kaki mit Granatapfelsirup und knusprigen Salbeiblättern“,

minze 5.jpg

„Lavendel-Meersalz-Haarspray“, „Lavendel-Hafer-Milchbad“, „Matcha-Kokoscreme mit Jasmin-Shortbread“, „Kreuzkümmel-Rosen-Blumenkohl mit Korinthen“, „Pistazoen-Pfirsich-Galettes mit Rosen-Schlagrahm“, „Karotten-Feta-Salat mit Pistazien und Orangeblütendressing“ und „Orangenblüten-Pistazien-Milch“. Wer also mal Lust auf richtig originelle vegetarische (und teils vegane) Rezepte hat, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Besonders die Fotos haben mich total angesprochen, aber auch die Idee, Essen und Körperpflege zu verbinden, finde ich spannend. Schönes Buch auf alle Fälle!

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆☆☆ (da alles super ausführlich erklärt ist, ja)
Alltagstauglichkeit:  ☆☆☆☆☆ (alles gut  machbar)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆ (für alle, die Lust auf neue Rezepte und ganzheitliche Konzepte haben und sich für biodynamische Ernährung interessieren )
Originalität: ☆☆☆☆☆ (weil mir Idee, Umsetzung und Fotos einfach komplett zusagen)

ALLE BILDER © at Verlag