Asia kitchen made at home

nihon.jpgJapanische Küche ist nach wie vor bei uns stark im Trend und, wenn man sich einmal bewusst macht, was da so alles dazu gehört, ist das wohl kaum verwunderlich. Da hätten wir einmal natürlich Sushi, dann Tempura-Teilchen, Ramen, diverse Reisgerichte und natürlich gebratene Nudeln in zahlreichen Variationen. Einen schönen Überblick über diese Fülle sowie die passenden Anleitungen, damit man das alles auch daheim zubereiten kann, liefert uns Tanja Dusy mit „Nihon Kitchen. Das Japan Kochbuch“ aus dem EMF Verlag.

nihon3.jpgBei den acht Rubriken erwarten uns „Sushi“, „Suppen, Ramen & Hotpots“, „Grillen & Frittieren“, „Izakaya-Snacks“, „Donburi“, „Ei & Tofu“, „Gemüse, Salate & Pickles“, Süßes & Gebäck“, also einmal quer durch alle Bereiche. Da sollte doch jeder fündig werden. Für mich klingen „Nigri-Sushi“, „Forellen-Gunkan“, „Ura-Maki mit Lachs und Avocado“, „Futo-Maki mit Kürbis und Tofu“Chirashi-Sushi mit Garnelen, Lachs und Kaviar“, „Marinierter Lachs“ und „Thunfisch-Tatar“ mehr als lecker. Zudem sehen die Häppchen einfach köstlich aus und die Anleitungen, damit ich das daheim ebenso perfekt hinbekomme, sind ebenfalls gelungen (u.a. Sushireis und Reissorten allgemein).
„Misoshiru“ (Misosuppe) ist jetzt nicht so ganz meins, aber „Shio-Ramen“, „Shoyu-Ramen“, „Sukiyaki“ (Japanischer Eintopf) und „Chanko Nabe“ (Sumo-Eintopf) würde ich durchaus eine Chance geben, mich zu überzeugen.

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Auch die frittierten „Garnelentempura“, „Gemüsetempura“, „Kakiage“ (Meeresfrüchte-Gemüse-Küchlein) sind nicht meine bevorzugten Gerichte. Spannender fände ich da dann „Shogayaki“ (Ingwerschnitzelchen mit Kohlsalat), „Tataki Maguro“ (Thunfisch Tataki), „Saikoro Suteiki“ (Steakwürfel mit dreierlei Dip), „Hähnchen-Yakitori mit Frühlingszwiebeln“ oder das klassische „Hähnchen in Teriyaki“ – letzteres kennt man zwar, aber da gibt es ja tausend Variationen bei der Marinade.
nihon5.jpgAls „Izakaya“, also Snacks, werden in Japan „Edamame“, „Zaru-Soba“ (Kalte japanische Sobanudeln), „Gyoza“ (Japanische Teigtaschen), „Teba Shio“ (Gegrillte Chickenwings), „Korokke“ (Kartoffel-Fleisch-Kroketten) gereicht. Könnte ich auch gut mit leben 🙂
Unter „Donburi“ versteht man ein-Schüssel-Gerichte wie „Yakisoba“ (Bratnudeln mit Huhn), „Yakimeshi“ (Gebratener Reis), „Oyakodon“ (Reisschüssel m it Huhn und Ei), „Mabodon“ (Japanischer Hackfleischtopf mit Tofu) oder auch „Kare Raisu“ (Japanisches Curry). Kenne ich abgesehen von den Bratnudeln alles nicht, aber sowohl die Beschreibung als auch die Fotos dazu machen mich an.
Bei Ei und Tofu, den fleischfreien Rezepten also, gibt es dann „Tamagoyaki“ (Gebratenes Omelettrolle), „Chawan Mushi“ (Gedämpfter Dieerpudding), „Agedashi Tofu“ (Frittierter Tofu) und „Ganmodoki“ (Frittierte Tofu-Gemüseplätzchen). Da bin ich ehrlich gesagt etwas skeptisch, weil ich bislang noch kein wirklich leckeres Tofu hatte und bei allen japanischen Omeletts immer das Problem hatte, dass die herzhaft angerichtet, aber mit Zucker zubereitet waren. Das geht bei mir gar nicht.

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Was auf keinen Fall fehlen darf, bei den Japanern, ist natürlich „Hijiki no Nimono“ (Algensalat), „Gari“ (eingelegter Ingwer), „Horenso Ohitashi“ (Spinat in Würzdashi), und „Brokkoli mit Sesam-Tofu-Dressing“.
In allen Kapiteln gibt es übrigens umfangreiche Informationen zu Kultur, Essverhalten, Gerichten und allem, was uns das Buch und seine Rezepte näherbringt.
Auch beim Nachtisch kenne ich das ein oder andere bereits: „Kuro Goma Aisu“ (Schwarzes-Sesam-Eis), „Matchamisu“ (Tiramisu mit Matcha), „Castella“ (Japanischer Kuchen). Das passt alles immer noch rein, egal, wie viel man vorher verspeist hat 😀
Und für alle, die beim ein oder anderen Japanischen Ausdruck wie der sprichwörtliche „Ochs vorm Berg“ stehen, liefert das abschließende Glossar noch hilfreiche Erklärungen.
Schönes Buch, das wirklich eine vielfältige japanische Küche abbildet und einem gut dabei hilt, das alles in der heimischen Küche – nahezu – original umzusetzen.

Anfängertauglichkeit: ☆☆☆ (würde ich nicht unbedingt sagen)
Alltagstauglichkeit: ☆☆ (man braucht schon Kenntnis und Zutaten, also nicht so)
Geschenkqualität: ☆☆☆☆ (für alle, die die japanische Küche schätzen)
Originalität: ☆☆☆☆☆ (definitiv ein richtig schönes Buch)