Die Ermittlerinnen sind endlich zurück

15Nachdem ich ja mit dem letzten Band von James Patterson und seinem Women’s Murder Club so gar nicht glücklich war, finde ich den aktuellen Band, die „15. Täuschung“ wieder super. Ich gebe zu, dass ich die Reihe weniger brutal in Erinnerung hatte und auf den ersten Seiten doch etwas schockiert war, wie viel Blut da fließt. Trotzdem war ich sofort gefesselt und habe das Buch wieder in einem Rutsch verschlungen. Endlich ist Patterson wieder in Hochform und ich hatte ein paar spannende Stunden.
Vielleicht ist es die Tatsache, dass es diesmal nicht hunderttausend Erzählstränge gibt und der Fokus eindeutig auf Lindsay Boxer liegt, die das Buch deutlich angenehmer lesbar machen als den Vorgänger. Auch die Innensichten Lindsays finde ich gut und finde es daher auch nicht schlimm, dass alle anderen Damen diesmal nur ganz am Rande auftauchen – die waren mir die letzten male dann doch zu präsent.
Aber, was passiert überhaupt? In einem Luxushotel werden vier Menschen brutal erschossen, die Überwachungskameras waren zu diesem Zeitpunkt inaktiv und von Täter und Waffe fehlt jede Spur. Doch wer ist die unbekannte Blonde, die vor dem Ausfall der Kameras ins Zimmer eines Opfers geht und wo ist sie nach der Tat? War sie womöglich die Täterin? Noch bevor sich das Ermittlerteam mit all diesen Fragen wirklich befassen kann, erschüttert ein Flugzeugabsturz die Stadt und zieht alle Aufmerksamkeit auf sich.
Doch warum war an Bord angeblich der Tote aus dem Hotelzimmer? Und was hat Joe, Lindsays Ehemann mit all dem zu tun und warum ist er plötzlich verschollen?

Hat mir wirklich gut gefallen und mir ein paar sehr gut unterhaltene Stunden beschert. Wenn Patterson wieder so schreibt, bleibe ich definitiv weiter am Ball.