Die Sache mit den Flamkuchenböden …

IMG_01801Der Mann hatte an seinem Geburtstag die – zugegeben – geniale Idee, einen Flammkuchenofen zu mieten, so dass jeder Gast sich seinen individuellen Flammkuchen belegen konnte. Ob klassisch mit Speck und Zwiebeln, mit Krabben und Spinat oder Schafskäse und getrockneten Tomaten – die Gäste waren begeistert. Auch die süße Variante mit Zimt-Zucker, Äpfeln und Calvados war heiß begehrt. Einziges Problem am Ende des Abends: Der Mann hatte bei der Einschätzung, wieviele (der relativ kleinen) Flammkuchenböden pro Person benötigt würden, ein bisschen – nennen wir es mal seeehr großzügig – kalkuliert. Am Ende des Abends hatten wir noch 100! Böden übrig. Von den 16 Bechern Schmand/ Creme fraice reden wir jetzt mal gar nicht…. Was damit tun, war da die große Frage. Erste Lösung: Wir gefrieren die Böden mal ein und denken drüber nach… Jetzt nehmen diese Packen im Tiefkühlfach natürlich ordentlich Platz weg und jedes Mal, wenn man in den Gefrierschrank schaut, kommt einem so das blanke Grauen, beim Gedanken daran, dass man noch 80 (20 haben wir aus Platzmangel dann doch entsorgt) Böden „vernichten“ muss. Wir also beim ersten Flammkuchen-Projekt nochmal die normale Version gewählt. Samstag Flammkuchen mit Lachs, schwarzen Oliven, Fenchel und Dill; zweite Version mit Krabben, Kirschtomaten, roten Zwiebeln, Chili, Paprika. Beides sehr lecker. Als Nachtisch wieder mit Äpfeln und Calvados, sonntags gab es dann noch zwei Stück und dann war zwar der Bedarf gedeckt…
Stand: aktuell 14 aufgetaute Platten, insgesamt 74 übrig.

IMG_02981Wir wie blöd gegoogelt, was man damit so machen könnte. Da der Mann aber eine Abneigung gegen jeglichen Käse in geschmolzener/flüssiger/fließender Version hat, kamen diverse mexikanische Burrito-Tacco-Rezepte nicht in Betracht. Aber wie wäre es mit süßen Apfeltaschen? Gesagt, getan. Ich Äpfel eingekocht mit Zimt, Zucker, Wein, Zitronensaft und die Platten nachdem ich sie mit Eiweiß bestrichen hatte, gerollt, „geklebt“ und im Ofen gebacken. „Schmeckt wie die Apfeltaschen vom Mäcces“, so der Mann. Ich hab das mal als Lob aufgefasst. Die andere Hälfte habe ich mit Schmand-Schokocreme-Banane-Karamell gefüllt. Hat überraschend gut geklappt und der Mann hat jetzt eine Kühltruhe mit selbstgemachten Apfel- und Bananentaschen, die er sich nach Belieben auftauen und zur Arbeit mitnehmen kann 🙂IMG_02971
Stand: 60 Platten übrig

„Was hälst du eigentlich von Frühlingsrollen“, fragt mich der Mann eines Tages. „Zu fett, zu frittiert- aber warum fragst du?“ “ Ich hab da ein Rezept gefunden, da machen die aus Flamkuchenböden Frühlingsrollen.“ „Okay, lass testen!“

IMG_02961Nachdem er einen halben Asialaden eingekauft hatte, begannen wir zu recht später Stunde mit dem Projekt Flammkuchen-Frühlingsrollen. Nach einem Rezept aus dem Internet, mit guter Wertung, stürzten wir uns in das Abenteuer. Eier aufschlagen, Knoblauch hineinpürieren, Hackfleisch dazupürieren, Krabben ebenso und reichlich Fischsauce und gekochte Glasnudeln unterheben. Das klingt nicht nur absolut wiederlich, das sah auch so aus. Zwischendurch waren wir echt nicht sicher, ob wir das bis zum Ende durchstehen bzw durchstehen wollen. „Was machen wir, wenn die 800 g abscheulich schmecken?“, fragt der Mann. „Mach und denk nicht drüber nach, jetzt isses zu spät!“ IMG_02991
Nachdem die Knolle Knobi (jaja, damit wurde nicht gegeizt) und der Koriander so allmählich den Fischgeruch übertüncht hatten, wurde das Ganze allmählich doch ganz erträglich. Wir also tollkühn die Platten halbiert und befüllt. Befüllt? Naja, zum Glück hatten wir 20 Stück, also 40 Versuche, denn ganz so einfach gestaltete es sich nicht. Mit Hilfe von Rouladen-Metallhaltern (damit sie nicht platzen) und Zahnstochern an den Enden (damit sie nicht auslaufen) kamen wir dann am Ende zu einem ganz passablen Ergebnis, das auch geschmacklich überzeugt – zum Glück. Um kurz nach Mitternacht – ja, das Projekt hatte sich als recht umfangreich erwiesen – konnten wir und unsere Nachbarn (die Frittöse hatten wir aus Gründen des penetranten Geruchs auf dem Balkon platziert :D) endlich ins Bett. Jetzt hat der Mannneben den süßen Taschen auch rund 20 selfmade Frühlingsrollen in der Kühlung. *wohoo*
Stand: 40 Platten übrig

…to be continued 🙂IMG_03001

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