Kastner ermittelt wieder…

fr.pngNachdem Susanne Reiche uns mit dem ersten Band rund um Kommissar Kastner in die Welt der Landwirte und „Fränkisches Chili“ entführt hatte, dreht es sich im Folgeband um „Fränkisches Sushi„. Dabei schätzt Kastern es doch eigentlich bodenständig deftig….
Ein Toter in der Pegnitz, dem zwar die Schuhe fehlen, der dafür aber offensichtlich ein fremdes Kind im Zelt bei sich hatte, ein toter Fisch, der vom Brunnen direkt in Kastners Büro und dann in den Kühlschrank der Kollegen wandert – hier stinkt es gewaltig.
Mir persönlich gefällt der Erzählstil Reiches richtig gut und nachdem ich es im ersten Band auch geschafft habe, mich in den Dialekt ein wenig einzulesen, muss ich diesmal deutlich seltener „nachlesen“. Der grummelige Kommissar ist durchaus sympathisch und wie bei vielen Folgebänden freut man sich, wenn altbekannte Charaktere wieder auftauchen und man schon so ein bisschen erahnen kann, was diese sagen oder wie sie sich verhalten werden. Das macht das Buch aber in keinster Weise vorhersehbar oder langweilig, sondern so allmählich ist das wie „alte Bekannte“ treffen. Schön.
Die Handlung selbst ist kurzweilig und dank dem kauzigen Ermittler, der natürlich  nach wie vor sehr gerne und sehr viel isst und vor allem trinkt, amüsant und charmant.
Wer keinen aalglatten Protagonisten sucht, sondern einen mit richtigen Ecken und Kanten, der wird hier fündig und sicher auch glücklich. Ich würde  mich auf alle Fälle freuen, wenn es zu einem dritten Wiedersehen käme.

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