Krimi aus Franken? Passt!

franken.jpgNachdem ich zuletzt ja die Sammlung aus Pfälzer Krimis ein bisschen zerrissen habe, probiere ich diesmal mein Glück mit „Frankenwein und eine Leiche. Paul Flammings zwölfter Fall“ aus dem Ars Vivendi Verlag von Jan Beinssen. Für mich ein neuer Ermittler, also die Herausforderung, für mich und den Autor, die vorherigen 11 Bände zu kompensieren, damit ich alles verstehe, spannend finde und mir im Idealfall die vorherigen Bände nachkaufe. Ich bin gespannt, ob das gelingt – ich gebe zu, nach den letzten Erfahrungen bin ich ein wenig skeptisch.
Gut finde ich, dass es eine Einführung zu den Personen gibt, bzw. zu der Situation, in der sie sich aktuell befinden. Der Ermittler, Paul, lebt gewissermaßen in Trennnung – die Brisanz dieses Zustandes kann man wohl als Leser der ersten Fälle besser einschätzen.
Jasmin, eine Bekannte oder Freundin Pauls, arbeitet als offizielle Ermittlerin bei der Kripo und muss den frisch Getrennten versetzen, weil ein Leiche „eintrifft“. Auf einem Luxusschiff, wird ein reicher Amerikaner, mittleres Alter mit junger Frau, ermordert aufgefunden. Weil das Delikt irgendwo auf See passierte, steuert man den nächsten Hafen an und das ist Nürnberg.
Soweit – so gut. Ich bin erfreut. Story unterhaltsam, Ermittler erfrischend neu, aber unterhaltsam, Einführung spannend 🙂 Gefällt 🙂
Mir persönlich sagt besonders zu, dass die Protagonisten schön ausgearbeitet, die einzelnen Handlungsstränge gut verwoben sind und alles von vornherein Sinn ergibt. Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht weiter auf den Verlauf eingehen, um nicht zu weit vorzugreifen, aber ich kann sagen, dass es sich lohnt. Man kommt beim Lesen flüssig durch, der Lesefluss ist angenehm und der Handlungsverlauf stringent.
Dafür, dass es sich um den 12. Band handelt, kommt man gut rein und gut mit. Die zuvor kurz angesprochene Handlung in Kürze: Auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff wird ein reicher Geschäftsmann aus Amerika ermordet aufgefunden. Dieser, so erfährt man, hat in der Möbelbranche sein Geld gemacht und ist vor unangenehmen Forderungen aus der Heimat geflohen. Als Hauptverdächtige gilt die junge und schöne Ehefrau, die aber scheinbar ein wasserdichtes Alibi hat. Jasmin und ihre Ermittler kommen nicht voran und Paul, den sie gerne als verdeckten Ermittler auf das Schiff schleusen möchte, fliht derweil in ein Kloster, um seine Sinnkrise in den Griff zu bekommen…

 

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