Mein erster King – Mystery vom Feinsten

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Da ich bislang  noch nie dazu kam, einen Stehen King zu lesen, es aber schon lange vorhatte, war „Der Outsider“ quasi eine Pflichtlektüre. Ein toter Junge und ein dringend Tatverdächtiger, der eigentlich schon überführt ist, da es mehrere Augenzeugen sowie unumstößliche DNA gibt. Eigentlich, denn genau dieser Verdächtige, ein unbescholtener und sehr beliebter Bürger, der zudem Englischlehrer und Trainer der Jugendbaseballmannschaft ist hat ein hieb- und stichfestes Alibi mit mehreren Zeugen und einer Videoaufzeichnung vom Tatzeitpunkt.


Was sich anfangs ein bisschen wie ein Krimi oder Thriller liest, wird erst ganz allmählich zu einem mysteriösen Fall, denn vorher erwartet man irgendwie doch, dass es eventuell noch eine logische Erklärung gibt. Ging zumindest mir so, aber vermutlich hätte man das nicht erwartet, wenn man schon andere Kings gelesen hätte.
Egal, denn es bleibt ein super spannendes Buch. Bis Seite dreihundertirgendwas war ich mir nicht sicher, ob es nun ein Thriller bleibt oder eben doch umschlägt und war mir entsprechend unsicher, ob das Buch meine Erwartungen erfüllen würde, da ich eigentlich kein Freund von unerklärlichen Phänomenen und Geistern bin. Aber ich habe die rund 700 Seiten fast gefressen, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Ich gebe zu, der Mann schreibt echt super. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, man leidet mit Terry, dem unschuldig Angeklagten und hofft inständig, dass er es wirklich nicht war und fiebert darauf hin, dass das Verbrechen aufgeklärt wird. Und auch für mich, der mit Science Fiction und Ähnlichem so gar nichts anfangen kann, ist die Auflösung zufriedenstellend und das Ende gut. Ich vermute, das wird nicht mein letzter King gewesen sein.