Roqueford, Gruyere & Co

muskel.jpgTatsächlich handelt es sich diesmal alles um ein Kinderbuch, das mich aber quasi magisch angezogen hat, da die Protagonisten, Hamster Bertram von Backenbart, die beiden Mäuse Picandou und Pomme de Terre und die Ratte Gruyère, zu meinem Faible für Essen doch einfach zu gut passen. Dass dann noch „Madame Roquefort“ dazu kommt, macht das Ganze namentlich perfekt.
Das Buch „Die Muskeltiere und Madame Roquefort“ selbst gehört zu einer Reihe (Die Muskeltiere-Reihe, Band 3), die sich um Ratte, Hamster und Mäuse, auch genannt die Muskeltiere, dreht und aus der Feder von Autorin Ute Krause stammt. Während die vier Freunde zuvor schon allerhand Abenteuer gemeinsam erlebt haben, droht ihnen mit der Rettung der äußerst charmanten Mäusedame Roquefort die bisher größte Zerreißprobe…denn abgesehen von Gruyére, der Rattendame, haben schnell alle ein Auge auf das adrette Wesen geworfen.
Aber der Reihe nach: Alle vier hausen zusammen im Keller eines Feinkostladens, in dem sie sich nach Ladenschluss stets an den Resten laben und ein mehr als zufriedenes Dasein genießen. Als es gegenüber in einer Pizzeria brennt und die Bande vor Ort auf eine verletzte Mäusedame trifft, packen sie diese kurzerhand ein und bringen sie in die eigenen vier Wände, wo sie in den nächsten Wochen gehegt und gepflegt werden. Während die Männer der Mäusedame alle Wünsche von den Augen ablesen und sie auf Händen tragen, bleibt Gruyére skeptisch – irgendwas stimmt nicht. Doch während sie noch rätselt, was ihr an der Mäusin nicht gefällt, überschlagen sich schon die Ereignisse und Gruyére, Bertram von Backenbart und Pomme de Terre müssen alle Hebel in Bewegung setzen, um Picandou und ihre Freundschaft zu retten.
So oder so ähnlich könnte man das vermutlich zusammenfassen ohne zu viel zu verraten. Ich persönlich hab mir mit dem Buch irgendwie schwer getan, weil ich es nicht als kindgerecht empfunden habe. Irgendwie ist die Story zu vielschichtig, zu verworren, die Thematik der „Freundschaft versus Liebe“ nicht so umgesetzt wie ich mir das wünschen würde und alles in allem finde ich die Sprache unglaublich bemüht und anstrengend. Auch beiden den Bildern finde ich, das oftmals die Gesichtsausdrücke komplett an dem vorbeigehen, was laut der Story an Emotionen und Gefühlen zu sehen sein müsste. Mag sein, dass es in der Realität total super bei den Kindern ankommt und ich das völlig falsch einschätze, aber weder hätte mich das als Kind fasziniert noch würde ich das als Elternteil meinem Nachwuchs mit Spaß vorlesen …