Schrittchenweise besser leben

bucket„Nachhaltigkeit“ und „ökologischer Fußabdruck“, „zero waste“ und „plastikfrei“ sind so Schlagwörter, die uns seit geraumer Zeit immer häufiger begegnen und, wenn man sich die Entwicklungen in Flora und Fauna so anschaut, ist das auch dringend notwendig. Dass jeder kleine Teile zu einer Verbesserung der aktuellen Situation beitragen kann, zeigt uns „Einfach nachhaltig leben – Meine grüne Bucket-List: In kleinen und großen Schritten zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag – Challenges, Listen, Infos und vieles mehr – Lebe nachhaltig!“ von Julia Zohren aus dem EMF Verlag.
90 Herausforderungen hat die Autorin für uns zusammengetragen, um uns zu helfen, im Alltag ein wenig Aufmerksamer zu sein. Damit man sie Erfolge auch ein bisschen spürt, sind diese Challenges zum Abhaken so dass man sich vor Augen führen kann, was man bereits geschafft hat. Zuerst geht es um den Haushalt, wo wir unseren Plastikmüll, die Vorratskammer und unser Konsumverhalten überprüfen. Schlecht wird bei mir tatsächlich selten etwas, da ich recht gut darin bin, Dinge zu „verwursteln“, aber das mit dem Müll… ohweh. Klar sind der Markt und Unverpackt-Läden besser für die Umwelt, aber auch deutlich teurer, muss man zugeben. Auch die Tipps mit Upcycling sind nicht so ganz mein Ding. Das klingt so  nach Jutebeutel und Ökolatschen. Und einen Stiftehalter aus einer alten Dose – nee, ich bin keine 17 oder 23 mehr, nee, einfach nee.
Danach untersuchen wir das Badezimmer auf Mikroplastik und Einwegprodukte, stellen Kosmetik selbst her und reduzieren radikal. Für alle, die unproblematische Haut/Haare etc haben, ist das sicher einfacher, aber ich werde einfach mit keinem Bio-Conditioner glücklich und muss hier zum Beispiel passen. Auch ist Bio-Creme meist zu reichhaltig und verursacht bei mir Pickel…. aber die Anregungen per se sind natürlich gut und sinnvoll. Bei „Wohnen“ dreht sich dann alles um Strom, Energie und Möbel, bei der „Ernährung“ befassen wir uns mit regionalen, saisonalen und biologischen Produkten, um Lebensmittelrettung, Fermentation und das Retten von Lebensmitteln, wer einen Garten hat, erfährt im entsprechenden Kapitel alles rund um „Anbau“, „Vermehrung“, „Kompostierung“ und das Unterstützen von Bienen und Insekten. Definitiv schöne, sinnvolle und vor allem machbare Anregungen, die uns hier präsentiert werden. Weitere Inspiration und Tipps gibt es zu den Bereichen „Mobilität“, „Reisen“, „Mode“, „Arbeit“ und „Soziales“.
Noch „praktischer“ wird es bei den direkten Anleitungen für „Mandelmilch“, „Gemüsebrühe“, „Himbeer-Sirup“, „Pesto“ und „Universalreiniger“ – das Kapitel hätte definitiv gern umfangreicher ausfallen dürfen.
Stattdessen sind wir aber schon bei „Zum Nachschlagen“, wo wir noch einmal übersichtliche Infos zu verschiedenen Themen aufgelistet bekommen. Ob Mikroplastik oder Saisonkalender, Übersichten zu Fair-Fashion-Zertifikaten und Naturkosmetik-Zertifikaten, nachhaltige Banke und nachhaltige Stromanbieter – wer gerne einen Beitrag leisten möchte, ohne sein ganzes Leben umzukrempeln, findet auch hier noch (bequemere) Möglichkeiten.
Für alle, die ihren Beitrag zu Artenschutz, Nachhaltigkeit und einer gesünderen Umwelt leisten möchten, gibt es hier wunderbar zusammengefasst eine ganz breite Palette an Möglichkeiten. Einfach kann man wohl wirklich nicht loslegen, super!