Zwei in einem: Doppelt lecker

morgEs hat schon ein paar Minuten gedauert bis ich verstanden habe, dass „Morgens. Das Frühstücksbuch“ und „Abends. Das Abendbrotbuch“ tatsächlich ein Buch ist. Ein Wendebuch. Man dreht es also einmal um und hat das jeweilige Pendant. Ausgefallene und schöne Idee, die der Umschau Verlag da mit Karen Schulz, Maren Jahnke und Wolfgang Kowall umgesetzt hat. Auch die beiden Bilder des Einbands, einmal hell (weiß) mit Croissant und Kaffee, einmal dunkel (schwarz) mit Abendbrot lassen ahnen, dass das Werk nicht nur clever ist, sondern auch optisch sehr ansprechend umgesetzt. Das Format ist etwas größer als ich es gewohnt bin, aber gute Fotos können ja quasi nie groß genug sein. Da das Frühstück als Start in den Tag nicht nur Energie spendet, sondern zugleich maßgeblich für gute Laune sorgen kann, möchten die beiden Autoren, dass wir es entsprechend zelebrieren. Der Abend hingegen steht unter dem Motto „Entspannen“, soll alle an einem Tisch vereinen und nicht von langer Vorbereitungszeit geprägt sein. Klingt doch beides gut und nachvollziehbar. Weiterlesen

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Papa „kocht“ – äh bastelt Abendbrot

papaDass es heutzutage oftmals nicht mehr reicht, dem Kind Essen zu machen, sondern dieses auch noch in Form eines „Happings“ kredenzt werden muss, zeigen eindrucksvoll die sogenannten Bento-Boxen asiatischer Über-Mütter, die morgens mal eben zwei Stunden früher aufstehen, damit das Töchterchen Hello Kitty in der Brotbox hat oder der Sohnemann die Ninja Turtles.. In etwa in diese Richtung geht auch „#papamachtabendbrot. Ein Vorlese-Rezept-Buch für Väter und Mütter von Daniel Staffen-Quandt“ aus dem claudius Verlag. Da es sich hier aber eben um Papa handelt und nicht um eine übermotivierte asiatische Helikoptermutter mit Perfektionszwang gibt es hier den Käfer Konrad, den Grinsekäfer oder auch den verrückten Egon.  Weiterlesen

Heute schon geswappt?

edelWas war der Mensch mal stolz als er sich vom klassischen Waren-Tauschgeschäft weiterentwickelt hatte und dank Geld in der Lage war, alles zu erwerben zu können ohne, dass er hoffen musste, dass der Gegenüber die angebotene Ware zum Tausch geeignet fand… heute ist es hingegen wieder schick, auf Geld zu verzichten und zu tauschen, was nur geht. Klamotten, Häuser auf Zeit, den Partner (zumindest so gewisse Gruppen tun das ja) und eben auch ESSEN. In Zeiten, in denen Verschwendung geahndet wird und man versucht, möglichst viel Essen vor dem Müll zu retten, macht es natürlich Sinn, mittels Lebensmittel-Tausch dem von vornherein zu entgehen. „Food Swap. Selbst gemachte Köstlichkeiten zum Tauschen und Teilen“ heißt es da bei Yelda Yilmaz und Swantja Havermann (Verlag Edel Books).  Weiterlesen

Um die Welt mit Malin und dem Sauerteig

brotWir (also wenn ich in dieser Form mal von den „Deutschen“ reden darf), sind nicht unbedingt als Meister des Reis‘ bekannt, gelten nicht unbedingt als die Experten für Hülsenfrüchte  oder Hersteller der weltbesten Nudeln, aber bei einer Sache kann uns so schnell keiner was vormachen: Brot. Was Urlauber oder auch Langzeit-Auswanderer in Berichten und Dokus nur allzu oft vermissen, ist die gigantische Vielfalt der deutschen Brotlandschaft.  Bei uns gibt es Weißbrot,  Dreikornbrot, Vierkornbrot, Fünfkornbrot, Weizenmischbrot, Dinkelbrot, Maisbrot, Roggen- und Roggenmischbrot,  Leinsamenbrot, Sojabrot, Gewürzbrot, Kartoffelbrot, Steinofenbrot, Pumpernickel und Knäckebrot, Schwarzbrot, Sauerteigbrot, wir können Baguette, Ciabatta und Fladenbrot. Doch auch wenn wir alles können, so stammen viele Ideen aus anderen Ländern. Doch wo gibt es welches Brot und welches ist besonders toll? Die Schwedin Malin Elmlid (studierte BWLerin aus Berlin und Hobbybäckerin) hat sich mit „The Bread Exchange. Vom Reisen und Tauschen mit einem Sauerteig im Gepäck – Geschichten und Rezepte.“ (Prestel Verlag) auf den Weg gemacht, das herauszufinden.  Weiterlesen

Ohne Tier, aber mit Herz

chrisNein, ich bin kein Vegetarier und kein Veganer, ich habe kein ethisches Problem damit, Fleisch zu essen und es schmeckt mir auch. Trotzdem bin ich nicht der Ansicht, dass jede Mahlzeit nur erst dann vollwertig ist, wenn sie eine tierische Komponente enthält und so kommt es recht oft vor, dass bei mir mittags nur Salate und Abends Gemüse und Antipastivariationen auf dem Teller landen.Ich freue mich aus diesem Grund immer wieder über Kochbücher, die tatsächlich vegetarisch sind, denn gerade hier finde ich oftmals neue und kreative Anregungen. Ein gelungenes Beispiel für so ein Buch ist: „Christina macht was – Veggie. Lecker. Anders.“, das Frau Heß mit dem Thorbecke Verlag herausgebracht hat. Wie so oft in den letzten Jahren handelt es sich auch hier bei der Autorin um eine Bloggerin, die sich mit dem Buch einen Traum erfüllen konnte. In ihrer Einleitung berichtet Sie zum einen kurz über jenen Blog und auch darüber, wie sie zur Vegetarierin wurde und, weshalb dies damals kein leichter Weg war. Sympathische junge Frau und besonders die Tatsache, dass sie von vornherein sagt, dass sie nicht missionieren will und jeder das essen soll, was ihn glücklich macht, finde ich gut. Aber viel interessanter sind natürlich die Rezepte. Weiterlesen