In die Küche, hopphopp

kitchenGenau dorthin lädt uns Bloggerin Meike Peters in ihrem ersten Werk „eat in my kitchen. kochen, backen, essen und genießen“ (Prestel Verlag) nämlich ein. Aufgewachsen in Nordrhein-Westfalen mit den Einflüssen der französischen und italienischen Küche ihrer Mutter kocht sie jetzt in Berlin zusätzlich unter den Einflüssen ihres amerikanischen Freundes – multikulti also. In der Einleitung erklärt sie, welche Rolle das Essen und seine Zubereitung in ihrem Leben spielen und erklärt gleich, dass es nicht auf eine professionelle Großküche ankommt, sondern auch sie in einer kleinen Küche mit wenigen, aber guten Utensilien arbeitet. Das finde ich in Zeiten, in denen viele Kochbücher Dörrapparate, Sous-Vide-Garer oder Thermomix ja schon fast zur Grundausstattung gehören, sehr angenehm. Stattdessen legt sie viel Wert auf Bioqualität, Saisonalität, Wildfang, verantwortungsvollen Konsum und bewussten Umgang mit den Lebensmitteln. Für einzelne Lebensmittel wir Kräuter, Hefe, Öle, Essige usw gibt es extra Tipps.  Weiterlesen

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Sind wir nicht alle ein bisschen bal(l)a?

balaganUms „verrückt sein“ geht es hier nicht, sondern vielmehr um das Balagane, also das „Durcheinander“ wie es die Autorin Haya Molcho in „Balagan! Rezepte aus der orientalischen Küche“ selbst übersetzt. Was sie damit  meint ist, dass sie und ihre Küche zahlreiche Wurzeln überall haben. Dabei kombiniert sie besonders gerne Süßes und Salziges, Warmes und Kaltes – und davon am liebsten ganz viel. Aufgeteilt ist das Buch in „Oriental Basics: Dips, Saucen & Co“, „Orientalische Begleiter: Salate & Suppen“, „Von der Hand in den Mund: Orientalische Snacks & Fingerfood“, „Drunter & Drüber: Fleisch & Fisch“, „Drunter & Drüber: Vegetarisch“ sowie „Süße Kindheitserinnerungen: Desserts & Drinks“. Die Auswahl der Rezepte kam zusammen, indem sich die Autorin eine Woche lang mit verschiedenen Generationen getroffen, gemeinsam gekocht und gegessen hat. Eine schöne Idee. Weiterlesen

Lasset die Spiele beginnen – aber erstmal Frühstück

weltAn der Frage, ob man frühstücken sollte und wenn ja, was, scheiden sich die Geister. Da gibt es die Verfechter, die morgens schon auf eine geballte Ladung Vitamine, Ballaststoffe und Sattmacher setzen, auf der anderen Seite die Asketen, die mit einer Tasse Kaffee rundum zufrieden sind und jegliches Frühstück als Belastung sehen. Ich selbst begnüge mich mit Milchkaffee und Joghurt und kann es nicht nachvollziehen, wenn man sich zum Brunchen trifft, um zwischen 10 und 14 Uhr nichts andres zu machen als sich vollzustopfen und unter Garantie viel mehr zu essen als unter normalen Umstände. „So frühstückt die Welt. Rezepte und Geschichten.“ von Melanie Jonas, Margitta Schulze Lohoff, Holger Talinski und Diana Müller (Delius Klasing Verlag) hat sich genau mit diesem Phänomen auseinandergesetzt und festgestellt, dass man in Deutschland mittlerweile so multikuturell ist, dass man gar nicht mehr ins Ausland reisen muss, um die für uns exotischen Essgewohnheiten andere Nationen kennenzulernen. Weiterlesen

Und, was machst du so in deiner Garage? Kochen!

garage 1.pngWelcome zu „Die Kochgarage. Das Kochbuch.“ vom Südwest Verlag, welches über 60 Rezepte aus 15 Kühlschränken präsentiert. Die Kochgarage, ein Küchenteam rund um die „Chefin“ Graciela Cucchiara, ist an sich schon ungewöhnlich und ziemlich schräg. Da kocht eine in München wohnhafte Argentinierin – ein Kind der Endfünfzigerjahre – mit Leib und Seele und der Unterstützung unterschiedlichster Gäste in einem eher schäbigen Hinterhof Multikulti-Gerichte mit kulinarischem Gespür und Raffinesse. Ein kurzes Intro zum Projekt, dem Prinzip und der Grundidee führt uns ein in die Gracielas Welt.
Wer bei „Wir kochen mit den Händen“ schon leichte Zuckungen bekommt und die Hygiene anzweifelt, der findet Sätze wie „Wir lieben die Exotik hinterm Hauptbahnhof“ wohl auch nicht sonderlich ansprechend. Weiterlesen