Crazy Kreuzungen für Genuss-Hipster

cronut2Bagel, Donut und Muffin waren gestern und sind heute ja schon wieder so „altbacken“, dass sogar die meisten Großeltern etwas mit den Begriffen anfangen können. Heißt dann zwar ab und an mal „doffnudd“, „bägggel“ und „mafffn“, was aber vielleicht auch mit dem dialektalen Umfeld zu tun haben könnte. Fakt ist: Die Welt braucht wieder was Neues, dem die hippen der Hippsten hinterherrennen können und das beim „Dorfvolk“ erstmal nur für große Fragezeichen sorgt. Et voila, hier kommen Cronut, Crogel und Bruffin. Was klingt wie ein schlechter Scherz und klassischer Verhörer, ist der neuste Schrei in der Backwelt. Zwitter-Snacks, also solche, bei denen man einfach mal zwei Klassiker gekreut hat, um das ultimative Geschmackserlebnis zu kredenzen. Beim Cronut sind das Croissant und Donut, also Blätterteig in Donutform. Beim Crogel sind Croissant und Bagel zusammengekommen, was durch das vorgaren des Gebäcks in Wasser zu einem außen knusprigen und innen weichen Kringel führt. Und beim Bruffin ergeben Muffin und Brioche (also das interkulturelle Couple USA-France) einen in der Muffinform gebackenen fettigen Hefeteig, in welchen Zutaten eingerollte werden. Und wer keine Zeit hat, mal eben nach Amerika zu springen und sich ein paar Stündchen bei den angesagtesten Läden für diese Neukreationen anzustellen, der bereitet sie kurzum anhand von „Cronuts, Donuts & Co. Über 50 trendige Backideen“ von Karin Iden aus dem südwest-Verlag selbt daheim zu. Weiterlesen

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Burgerparty für alle

BurgerIch würde mich jetzt nicht als den klassischen Burgerfan bezeichnen – mit „Better Burger. Für die ganze Familie mit und ohne Fleisch.“ von Ruben Wester-Ebinghaus aus dem südwest-Verlag könnte sich das aber definitiv ändern. Bei „Burger“ dachte ich bislang immer an diverse Fastfood-Ketten, bei denen man eine Abbildung auf einer Verpackung sieht und dann das Produkt in real .. unsexy. Dank einer boomenden Burgerszene, Streetfood-Markets und dem Trend, Fastfood in seiner Wertigkeit zu heben, lohnt es sich jedoch, diese Erfahrungen ein bisschen zu verdrängen und sich neu auf das Abenteuer „Burger“ einzulassen. Ruben, eigentlich Kommunikatns- und Eventmanager, führte regelmäßige Battles gegen einen Kumpel in Sachen „der perfekte Burger“ bei dem irgendwann das Buns (Burgerbrötchen) backen und Fleisch wolfen zu den Grunddisziplinen gehörte. Der erste eigene Laden war also nur eine Frage der Zeit und da das Experiment glückte, hat er jetzt mehrere Restaurants, einen Lieferservice und wir dieses Buch. Finde ich gut. Weiterlesen

Den Sommer im Herzen

sommerEs regnet, es stürmt, die Blumen auf meinem Balkon ertrinken, mein Kater schmollt, weil er nicht raus darf und ich wünsche mir nur eines: Sonne. Da das aber nicht auf Knopfdruck funktioniert, beame ich mich mit „Mediterrane Sommerküche für heiße Tage und beste Freunde.“ von Corinna Jausseran aus dem Bassermann Verlag zumindest gedanklich in die warme Jahreszeit. Schon der Einband macht Lust auf Meer und mehr – sind doch Melonen so ein eindeutiges Indiz dafür, dass es Zeit ist, die FlipFlops und Trägerkleidchen aus der Versenkung zu holen. Das Buch gliedert sich in die sieben Kapitel „Kleine Köstlichkeiten zum Aperitif“, „Erfrischende Vorspeisen, Salate und Suppen“, „Herzhaft Gebackenes“, „Fisch und Meeresfrüchte haben Saison“, „Fleischgerchte für warme Tage“, „Sommerliche Beilagen“ und „Desserts“. Weiterlesen

Italien auf meinem Tisch

tavola1A Tavola!“ bittet Christian Henze und verspricht „Die echte Cucina Italiana für Zuhause“, erschienen im Südwestverlag. Für Henze bietet die italienische Küche, die er automatisch mit dem „dolce vita“ verbindet, zahlreiche Vorteile: „Sie ist schnell, sie ist einfach, sie ist ehrlich. (…) Wenn wir kochen, wollen wir (…) nicht ewig in der Küche stehen.“ Sehr sympathisch spricht er sich für eine Küche abseits von Pipette und Schäumchen aus und möchte lieber zeigen, dass gutes Essen nicht aufwendig sein muss. Auch seine Erklärung, dass alle Bilder in Deutschland entstanden sind, weil er gerade zeigen wollte, dass man das italienische Flair auch zu uns holen kann, gefällt mir. Dafür gibt es ein dickes „Like!“ Weiterlesen

Und, was machst du so in deiner Garage? Kochen!

garage 1.pngWelcome zu „Die Kochgarage. Das Kochbuch.“ vom Südwest Verlag, welches über 60 Rezepte aus 15 Kühlschränken präsentiert. Die Kochgarage, ein Küchenteam rund um die „Chefin“ Graciela Cucchiara, ist an sich schon ungewöhnlich und ziemlich schräg. Da kocht eine in München wohnhafte Argentinierin – ein Kind der Endfünfzigerjahre – mit Leib und Seele und der Unterstützung unterschiedlichster Gäste in einem eher schäbigen Hinterhof Multikulti-Gerichte mit kulinarischem Gespür und Raffinesse. Ein kurzes Intro zum Projekt, dem Prinzip und der Grundidee führt uns ein in die Gracielas Welt.
Wer bei „Wir kochen mit den Händen“ schon leichte Zuckungen bekommt und die Hygiene anzweifelt, der findet Sätze wie „Wir lieben die Exotik hinterm Hauptbahnhof“ wohl auch nicht sonderlich ansprechend. Weiterlesen